Landestheater-Affäre

Ermittlungen gegen Monika Wagner eingestellt

Vorarlberg
01.06.2026 10:25
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Nachdem Kuges-Geschäftsführerin Monika Wagner von der inzwischen freigestellten Leiterin des Vorarlberger Landestheaters, Stephanie Gräve,  wegen Urkundenfälschung angezeigt worden war, hat die Staatsanwaltschaft nun die Ermittlungen gegen Wagner eingestellt. 

Die Staatsanwaltschaft Feldkirch sieht nach Prüfung einer Anzeige wegen Urkundenfälschung gegen Monika Wagner, Geschäftsführerin der Vorarlberger Kulturhäuser-Betriebsgesellschaft (KuGes), von weiteren Ermittlungen ab. Wagner war von Landestheaterintendantin Stephanie Gräve angezeigt worden, weil sie bei einer Vertragserstellung unerlaubterweise die digitale Unterschrift Gräves verwendet haben soll. Das Verfahren wurde eingestellt, serklärte die Staatsanwaltschaft am Montag.

Aus Sicht der Staatsanwaltschaft sei „kein Vorsatz nachweisbar“, begründete Sprecherin Karin Dragosits die Entscheidung. Demnach konnte die Ermittlungsbehörde offenbar ein unbeabsichtigtes Versehen bei Verwendung der Signatur nicht ausschließen. Nach der am 10. Mai erfolgten Anzeige hatte das Land Gräve bei vollen Bezügen per sofort freigestellt, weil die „notwendige Vertrauensbasis für eine weitere professionelle Zusammenarbeit“ nicht mehr gegeben war, wie es hieß. Der Aufsichtsrat der KuGes hatte Wagner ausdrücklich das Vertrauen ausgesprochen. Man sei überzeugt, Wagner habe „nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt“. Wagner selbst hatte von einem „unbeabsichtigten administrativen Fehler“ gesprochen.

Wer die Intendanz interimistisch übernehmen soll, steht vorerst weiter nicht fest. Klarheit darüber könnte es am morgigen Dienstag geben, wenn das Vorarlberger Landestheater bei einer Pressekonferenz das Programm für die Saison 2026/27 vorstellen wird. Statt der weiterhin freigestellten Gräve werden laut Auskunft des Hauses die leitende Dramaturgin Juliane Schotte und Wagner daran teilnehmen. Beobachtende gingen davon aus, dass Wagner selbst interimistisch die Intendanz übernehmen könnte. Das Haus wird im September diesen Jahres wegen einer umfangreichen Sanierung schließen und an Ausweichstätten spielen. Für Herbst 2027 ist die Wiedereröffnung geplant.

Das Verhältnis zwischen Gräve und der KuGes bzw. dem Land Vorarlberg galt spätestens seit März als zerrüttet. Damals wurde bekanntgegeben, dass Gräves Vertrag nicht verlängert werden wird und „ein guter Zeitpunkt für neue Impulse“ gekommen sei. Die 1968 geborene Deutsche hätte bis 2030 weitermachen wollen. Der Vertrag von Gräve, die das Vorarlberger Landestheater seit 2018 leitet, läuft noch bis 31. Juli 2028. 

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.

9° / 17°
Symbol wolkig
8° / 19°
Symbol wolkig
10° / 19°
Symbol wolkig
9° / 19°
Symbol wolkig

krone.tv

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung