Das Jahresergebnis nach Steuern des Vorarlberger Energielieferanten Illwerke VKW für das Geschäftsjahr 2025 sank auf 159 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es noch 267 Millionen Euro.
Der landeseigene Vorarlberger Energieversorger illwerke vkw hat 2025 ein Jahresergebnis nach Steuern von 159 Mio. Euro erzielt – das sind 40 Prozent weniger als im Vorjahr (267 Mio. Euro). Als Gründe nannte Vorstandsvorsitzender Christof Germann bei einer Pressekonferenz am Dienstag zum einen Sondersteuern und nötige Rückstellungen sowie gestiegene Instandhaltungskosten, zum anderen niedrige Wasserstände in den Flüssen, die heuer bisher ein sogar noch größeres Problem seien.
Durch die niedrigen Wasserstände produzieren die Laufkraftwerke an den Flüssen weniger Energie. Heuer betrage der Rückstand dadurch bereits dreißig Prozent, so Germann.
Für das 2,6-Mrd.-Großprojekt Pumpspeicherkraftwerk Lünerseewerk II streben die Illwerke eine Einreichung zur Umweltverträglichkeitsprüfung bis Ende Juli an. Ziel sei es, 2028 einen Baubeschluss zu haben. Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) verwies in diesem Zusammenhang erneut auf die Forderung nach schnelleren Verfahren und auf die europaweite Bedeutung von Pumpspeicherkraftwerken zur Stabilisierung des Energienetzes. „Unsere Erlöse stammen fast ausschließlich aus der Geschäftstätigkeit des Geschäftsfeldes Wasserkraft auf dem deutschen Markt“, sagte German. Mit den Vorarlberger Haushaltskunden erziele man keinen Ertrag, auch die Industriekunden seien „mehr Durchlaufposten“.
Das Land Vorarlberg als Illwerke-vkw-Eigentümer erhielt 2025 rund 66 Mio. Euro an Dividende (2024: 95 Mio.). Dazu kommen 21 Mio. Euro an Ablöse für Heimfallsrechte und 10 Mio. Euro Gebühren für die Überlassung des Strombezugsrechts, sodass das Land vergangenes Jahr insgesamt 97 Mio. Euro von den illwerken vkw bekam (2024: 126 Mio.).
Das Baubudget der Illwerke für 2026 beträgt 400 Mio. Euro. Investiert wird unter anderem in das Netz und die Sanierung von Kraftwerksanlagen. Glasfaser- und Nahwärmenetz werden weiter ausgebaut, ab Ende Sommer soll das Projekt Nahwärme Bludenz-Bürs entstehen.
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