Das Vorarlberger Landestheater bekommt im Sommer 2028 eine neue Führung, der Vertrag von Direktorin Stephanie Gräve wird nicht verlängert. Kulturlandesrätin Barbara Schöbi-Fink (ÖVP) begründet dies damit, dass man nach der anstehenden Sanierung des Theaters einen Neuanfang anstrebe.
Zehn Jahre sind genug: Stephanie Gräve hatte im August 2018 die Intendanz des Vorarlberger Landestheaters übernommen. Die deutsche Dramaturgin wurde damals einstimmig aus 65 Bewerbungen ausgewählt, zuvor war sie als Schauspieldirektorin in Bern tätig. Am Dienstagabend gab der von Landesrätin Schöbi-Fink geleiteten Aufsichtsrat der Vorarlberger Kulturhäuser-Betriebsgesellschaft (KUGES) bekannt, dass man den Vertrag mit Gräve nicht mehr verlängern werde und die Stelle neu ausschreibe. Die deutsche Theatermacherin zeigte sich in einer ersten Reaktion gegenüber dem ORF von der Entscheidung überrascht, sie hätte gerne „noch viele Jahre mit diesem wundervollen Ensemble und Team für unser Vorarlberger Publikum Theater gemacht“.
„Guter Zeitpunkt für neue Impulse“
Schöbi-Fink begründete den Entschluss zumindest indirekt mit der Sanierung des Landestheaters. Ab September wird dieses umfassend erneuert, im Herbst 2027 soll es dann wiedereröffnet werden. Gräve werde noch die erste Spielzeit im aufpolierten Theater verantworten und ihre zweite Periode bis zum Ende führen, danach sei „aber ein guter Zeitpunkt für neue Impulse“, so die Landesrätin. In der Zeit des Umbaus wird das Organisationstalent von Gräve jedenfalls noch einmal voll gefordert sein: Denn das Landestheater wird auf verschiedene Spielstätten im Land ausweichen müssen, was mit einem erheblichen logistischen Aufwand verbunden ist – dennoch hat man sich zum Ziel gesetzt, ein ambitioniertes „Exilprogramm“ auf die Beine zu stellen.
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