Prämien-Aktion startet

Syrer erhalten bis zu 3000 Euro für ihre Rückkehr

Innenpolitik
23.06.2026 13:09
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ab Juli wird das Innenministerium Syrerinnen und Syrern bis zu 3000 Euro zahlen, wenn sie freiwillig in ihr Herkunftsland zurückkehren. Die Prämie werde bis September ausbezahlt, kündigte Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) am Dienstag an. 

Die Aktion sei wichtig für Syrien im Hinblick auf Wiederaufbau, aber auch für Österreich, um die Systeme zu entlasten, sagte der Innenminister. Bei der konkreten Höhe der Prämie wird zwischen zwei Gruppen entschieden: Wer noch im Asylverfahren oder in der Grundversorgung ist und subsidiären Schutz erhaltet, bekommt 3000 Euro für die freiwillige Rückkehr. Wer bereits asylberechtigt ist, kann mit 1500 Euro rechnen. Diese Gruppe bekam bisher 1000 Euro.

Karner gab keine Einschätzung ab, mit wie vielen Heimkehrerinnen und Heimkehrern sein Ressort rechnet. Seit dem Machtwechsel in Syrien vor etwa eineinhalb Jahren sind ungefähr 2000 Menschen zurückgekehrt, aber nicht ausschließlich freiwillig. Allein aus Kostengründen sei die freiwillige Rückkehr zu bevorzugen, sagte der Minister. Die Betroffenen sollen umfassend informiert werden, zum Beispiel über Mailing-Aktionen.

Kritik an der Prämie kam am Dienstag von der FPÖ. „Bei aktuell rund 105.000 Syrern im Land reden wir hier von Hunderten Millionen Euro Steuergeld, die Karners ‘Heimreise-Bonus‘ die Steuerzahler am Ende kosten würde. Und das, während unsere eigene Bevölkerung unter der Teuerung ächzt, die Staatsschulden durch die Decke gehen und die Verlierer-Ampel ein Belastungspaket nach dem anderen schnürt (...)“, sagte Sicherheitssprecher Gernot Darmann in einer Aussendung.

13.000 neue Verfahren seit Machtwechsel
Seit dem Sturz des Assad-Regimes wurden in Österreich 13.000 Verfahren von Syrerinnen und Syrern wieder geöffnet und neu bewertet. Bei 4400 Personen wurde schließlich der Schutzstatus gesenkt oder aufgehoben.

Insgesamt wurden im ersten Halbjahr 2026 ungefähr 7000 Personen außer Landes gebracht. Polizeidirektor Michael Takacs sagte, dass es bei 400 von ihnen Probleme gegeben habe. Für diese Fälle habe man entsprechend geschulte Sicherheitskräfte. Damit meinte er Abschiebungen von aggressiven und besonders unwilligen Personen, aber auch von Straftäterinnen und Straftätern.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung