Da ist nun also unsere hyperaktive Außenministerin Beate Meinl-Reisinger am Montag nach China geflogen. Allerdings nicht mit „Airbert One“, dem fiktiven freiheitlichen Abschiebeflugzeug, sondern wegen der begleitenden großen Wirtschaftsdelegation mutmaßlich mit einem Sonderflug.
EINERSEITS ist dieser Besuch durchaus angebracht, da er erstens auf Einladung des chinesischen Außenministers beruht und es zweitens hinsichtlich der Wirtschaftsbeziehungen tatsächlich ein großes Ungleichgewicht gibt. China exportiert nach Österreich jährlich um 17 Milliarden Euro, umgekehrt importiert es nur österreichische Waren für 5 Milliarden.
ANDERERSEITS dürfte diese ständige und damit auch ziemlich kostenintensive Reisetätigkeit der Frau Außenministerin bei den Österreichern wenig Anklang finden. Was die Umfragewerte der Neos auch belegen.
Man bekommt nämlich den Eindruck, dass da viel persönliche Wichtigmacherei dabei ist. Ob nämlich Frau Beate Meinl-Reisinger in Peking die Menschenrechte einmahnt oder zu Friedensbemühungen für den Ukraine-Krieg aufruft, dürfte nicht einmal den Portier des chinesischen Außenministeriums interessieren.
Und derlei Skepsis ist wohl auch im Hinblick auf die geplante China-Reise von Nationalratspräsident Walter Rosenkranz angebracht.
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