Im iranischen Regime gab es schon immer verschiedene Strömungen. Keine davon ist gemäßigt. Der Unterschied sind Realisten und Fundamentalisten.
Im Iran-Krieg wurden 42 Führer weggebombt. Wer hat nun die Macht?
Als jetzt „Parlaments“-Präsident Ghalibaf und Außenminister Araghtschi zu Verhandlungen nach Genf reisten, erklärten die Revolutionsgarden am Golf die Straße von Hormus wegen der Kämpfe im Libanon neuerlich für geschlossen: „Wir sind diejenigen, die entscheiden, und nicht die Anzugträger in Teheran.“
Es kommt noch grotesker: Mitten in einer TV-Sendung verlas der religiöse Abgeordnete Nabavian einen angeblichen Geheimbrief des verborgenen Ober-Ayatollah Khamenei Junior, in welchem er Verhandlungen verurteilt und Kriegsreparationen fordert. Die TV-Sendung wurde abgebrochen.
Die Ultra-Hardliner des Regimes strotzen vor Selbstüberschätzung. Sie reden von Sieg durch ihren Widerstand gegen die USA.
Das ist jetzt in Teheran eine verzwickte Lage durch zwei miteinander konkurrierende Machtzentren. Wer hat das Sagen, wer hat das letzte Wort? Wer kann die Einhaltung von Vereinbarungen wie etwa eines neuen Atomvertrags garantieren?
Egal, was die Verhandlungen – wenn überhaupt – bringen, der Deal würde auf wackeligen Beinen stehen; wackeliger als Obamas Atomvertrag, den Trump gekillt hatte – weil er es immer besser weiß.
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