Die oberösterreichische Landesregierung beschloss heute, Montag, die Bestellung von Martin Rummel als Rektor der Anton Bruckner Privatuniversität. Damit geht der 52‑jährige Cellist in seine zweite Amtszeit. Im mehrstufigen Auswahlverfahren gab es auch Unstimmigkeiten.
Mit 1. Oktober endet die erste Amtszeit von Martin Rummel, derzeit Rektor der Anton Bruckner Privatuniversität. Im Dezember des Vorjahres war die Position ausgeschrieben worden, nun ist die Besetzung geregelt: Rummel bleibt für die nächsten fünf Jahre Rektor.
Der Weg zur Bestellung hatte einige Kurven genommen. Zwar hatte die Findungskommission nach dem Hearing aus 17 Bewerbungen (davon vier von Frauen) am 17. April einen Dreiervorschlag erstellt, mit Rummel als Erstgereihtem.
Mehrstufiges Verfahren durchlaufen
Von der zweiten Instanz (von drei) – dem Uni-Senat – war dann aber zunächst ein Vorschlag vorgelegt worden, der zwar Rummel berücksichtigte, aber nur die Positionen zwei und drei benannte. Der Favorit, die „Einserposition“, blieb dagegen ohne Namen. Damit war der Vorschlag laut Verfassungsdienst des Landes Oberösterreich rechtswidrig. Der Uni-Senat besserte dann aber fristgerecht nach; wir haben darüber berichtet.
Die dritte Instanz, der Universitätsrat, traf schließlich die endgültige Entscheidung: Rummel wurde erneut als Rektor vorgeschlagen. Die Landesregierung hat am Montag die Wahl „abgesegnet“, die Vertreter von Grünen und SPÖ hatten dagegen gestimmt.
Rummel ist seit 2021 Rektor. Seither wurden wichtige Entwicklungen in den Bereichen Internationalisierung, künstlerische Exzellenz und organisatorische Weiterentwicklung der Universität selbst angestoßen.