Die Debatte um den Radverkehr in der Linzer Innenstadt wird neu angeheizt: Die FPÖ will ein mögliches Radfahrverbot auf der Landstraße prüfen lassen. Auslöser sind laut den Freiheitlichen zahlreiche Beschwerden über gefährliche Situationen zwischen Fußgängern und Radfahrern.
In der kommenden Gemeinderatssitzung bringt die FPÖ einen entsprechenden Antrag ein. Konkret soll Verkehrsreferent, VP-Stadtvize Martin Hajart die Situation im Bereich der Schmidtorstraße zwischen Hauptplatz und Taubenmarkt evaluieren. Geprüft werden soll dabei, ob die derzeitige Ausnahmegenehmigung für Radfahrer in der Fußgängerzone weiterhin sinnvoll ist – bis hin zu einem möglichen Radfahrverbot oder einem Schiebegebot.
Zunehmendes Problem beim Schmidtor
„Die Sicherheit der Fußgänger muss auf der Landstraße oberste Priorität haben. Wenn sich laufend Senioren, Familien mit Kinderwägen und andere Passanten über gefährliche Situationen beschweren, dann darf die Politik nicht wegschauen“, betont FPÖ-Verkehrssprecher Gemeinderat Manuel Matsche. Besonders im Bereich der Schmidtorstraße sieht die FPÖ ein zunehmendes Problem. Enge Platzverhältnisse, die Straßenbahn und der wachsende Radverkehr würden immer wieder zu heiklen Situationen führen.
Für zusätzlichen Zündstoff sorgt laut den Freiheitlichen die steigende Zahl an E-Bikes. Diese seien schwerer und schneller unterwegs als herkömmliche Fahrräder.
„Die Landstraße ist kein Rad-Highway!“
„Natürlich haben Radfahrer ihren Platz im Verkehr. Wenn aber die Sicherheit der Fußgänger leidet und es regelmäßig zu Konflikten kommt, dann muss die Politik die bestehenden Regelungen hinterfragen. Die Landstraße ist in erster Linie eine Fußgängerzone und kein Rad-Highway. Wir wollen daher eine sachliche Evaluierung und eine Prüfung aller Möglichkeiten, um die Sicherheit der Fußgänger bestmöglich zu gewährleisten“, so Matsche abschließend.
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