Nach einer Pilotphase startet das ALS-Netzwerk OÖ nun in den Regelbetrieb. Betroffene und Angehörige erhalten damit eine zentrale Anlaufstelle für Pflege, Therapie und organisatorische Fragen.
Hinter den drei Buchstaben ALS steckt eine schwere Diagnose: Die Amyotrophe Lateralsklerose ist eine unheilbare Erkrankung des Nervensystems, bei der nach und nach jene Nervenzellen absterben, die für Bewegungen zuständig sind. In Oberösterreich leben rund 90 Menschen mit ALS, jedes Jahr werden bis zu 40 Neuerkrankungen diagnostiziert. Die Krankheit stellt nicht nur die Betroffenen selbst, sondern auch ihre Angehörigen vor große Herausforderungen.
Um die Betreuung zu verbessern, wurde Anfang 2025 das ALS-Netzwerk OÖ als Pilotprojekt gestartet. Nach einer positiven ersten Phase geht das Angebot nun in den Regelbetrieb über. Ziel ist eine bessere Abstimmung zwischen Spitälern, Pflege, Therapie, Hospiz- und Palliativversorgung sowie sozialen Einrichtungen.
„Gerade bei der Diagnose ALS kann durch eine optimale und über Systemgrenzen hinweg vernetzte Versorgung die Lebensqualität der Betroffenen und ihrer Angehörigen verbessert werden“, sagt Gesundheitsreferentin Christine Haberlander (ÖVP).
Getragen wird das Netzwerk von den neurologischen Abteilungen der Spitäler gemeinsam mit dem Landesverband Hospiz OÖ. Eine zentrale Ansprechperson begleitet die Patienten durch den gesamten Krankheitsverlauf und unterstützt auch die Angehörigen. Die Betreuung ist kostenlos. Finanziert wird das Angebot aus Mitteln des Hospiz- und Palliativfonds von Bund, Ländern und Sozialversicherung.
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