Die Salzburger Landeshauptfrau Karoline Edtstadler zog Bilanz zu bald einem Jahr im Amt und im Chiemseehof. Die ÖVP-Chefin sprach über einen Todesfall und ihre Lehren aus den Protesten rund um das Pflege-Bonus-Aus.
Mit 2. Juli ist Karoline Edtstadler seit einem Jahr im Amt. Sie nutzte den anstehenden Jahrestag für eine erste Bilanz ihrer neuen Aufgabe als Landeshauptfrau. Das Fazit: Die 45-Jährige ist glücklich in ihrem Job. „Es ist die Königsdisziplin der Politik, weil es am nächsten an den Menschen dran ist“, sagt Edtstadler. Das macht für die Flachgauerin, die mittlerweile in der Stadt wohnt, auch den Reiz aus. „Das ist es, was ich so sehr liebe. So nah dran an den Menschen zu sein“, meint die ÖVP-Chefin.
Sie schätzt daran sowohl die positiven als auch die negativen Rückmeldungen, ob beim Obusfahren, beim Schwimmen im See oder bei Veranstaltungen. Dabei war das erste Jahr im Amt nicht nur rosig. „Zwei Tiefschläge“, wie Edtstadler sagt, hätten sie im ersten Jahr besonders getroffen.
„Mich bringt nichts mehr aus dem Gleichgewicht“
Das erste war der Tod von Landesrat Josef Schwaiger, das zweite die Proteste gegen die Abschaffung des Pflegebonus. „Das hat mich tief bewegt, das hat mich sehr irritiert. Da bin ich in mich gegangen“, sagt die Landeshauptfrau. Nicht zuletzt deshalb nahm die Landesregierung diese Entscheidung dann wieder zurück.
Auch eigene Entscheidungen zu hinterfragen und Kompromisse zu finden habe sie in diesem Jahr gelernt. „Beim Pflege-Bonus war das kein einfacher Weg“, sagt Edtstadler. Mit dieser Erfahrung blickt sie zuversichtlich in die Zukunft: „Mich kann nichts mehr aus dem Gleichgewicht bringen“, ist sie überzeugt.
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