Nach der Wiedereröffnung der Kaffeehausinstitution Bräunerhof hat sich die „Krone“ angeschaut, wie der Betrieb im Wiener Kultcafé in den ersten Tagen angelaufen ist und was die Gäste und die neuen Chefs sagen.
Helmut Qualtinger, Thomas Bernhard, Oskar Werner – sie alle gingen im Café Bräunerhof ein und aus. Nach der Insolvenz im Vorjahr und der Übernahme durch die Gastroprofis Peter Friese (Zum Schwarzen Kameel) und Familie Plachutta hat die Kaffeehausinstitution seit Mittwoch wieder offen (wir berichteten). Und hat bereits ihre alten und neue Stammgäste. „Zwei Herren waren seit Eröffnung jeden Morgen hier“, freut sich Chef Christoph Plachutta.
„Verkaufen gute Atmosphäre und schöne Stimmung“
Auch der Tenor der Gäste stimmt den Gastronomen zufrieden. „Die meisten sagen, es ist so wie früher, nur noch viel besser“, so Plachutta. Die Bänke sind frisch gepolstert, die Tische und Lampen saniert. Klimaanlage und andere modernisierte Technik wurde installiert, der Schanigarten größer. „Und die Gäste sagen, dass der Kaffee jetzt besser schmeckt“, lacht Plachutta.
Die Melange und der Espresso zählen zu den Kassenschlagern, bei Süßem punktet die Haustorte. Und bei den Speisen? „Da sind die Eiernockerl am beliebtesten“, so der Junggastronom. Überhaupt sind die Gerichte hier wichtig. „Wir haben eine volle Karte mit zahlreichen Speisen. Auch am Abend kann man bei uns sehr gut essen“, schildert Friese, betont aber auch: „Wir verkaufen viel mehr als nur Essen und Getränke. Nämlich eine gute Atmosphäre und schöne Stimmung.“
Das merkt man auch daran, dass keiner der Gäste sein Smartphone in der Hand hält. Vielmehr sind sie in Zeitungen, Gespräche oder die Umgebung vertieft. Abends lockt dann übrigens eine umfangreiche Cocktailkarte mit der Expertise aus der Campari Bar. Jeden Sonntag sorgt Live-Klaviermusik für zusätzliche Unterhaltung.
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