Es wird noch heißer

Österreich schwitzt weiter: Blitz und Hagel kommen

Österreich
20.06.2026 11:11
Porträt von krone.at
Von krone.at

Österreich schwitzt weiter unter der ersten großen Hitzewelle des Jahres – und ein Ende ist vorerst nicht in Sicht. Während die Temperaturen auch am Samstag vielerorts erneut auf bis zu 36 Grad steigen und die nächste Tropennacht bevorsteht, braut sich gleichzeitig eine gefährliche Wetterlage zusammen: Heftige Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen nehmen am Wochenende landesweit zu.

Nach Angaben der Meteorologen erreicht die aktuelle Hitzewelle am Wochenende und bis einschließlich Montag ihren ersten Höhepunkt. Die heißesten Regionen bleiben das östliche und südöstliche Flachland. Der österreichische Juni-Hitzerekord von 38,6 Grad aus dem Jahr 2013 dürfte aber vorerst außer Reichweite bleiben. 

Sturm riss am Freitag Dach von Firmengebäude
Heftige Gewitter sorgten am Freitagnachmittag in Vorarlberg für Chaos, vor allem im Vorderland. Die Feuerwehren mussten zu rund 140 Einsätzen ausrücken. In Rankweil wurde das Dach eines Betriebs abgedeckt und krachte auf einen Parkplatz – glücklicherweise kam bei dem dramatischen Vorfall niemand zu Schaden.

Am frühen Abend zogen schwere Gewitter über das Ländle und lösten gleich eine Welle von Notrufen aus. Die Rettungs- und Feuerwehrleitstelle verzeichnete um die 140 Alarmierungen, die meisten davon in den Vorderland-Gemeinden.

Umgestürzte Bäume, demolierte Autos und überflutete Keller beschäftigten die Einsatzkräfte. In Zwischenwasser drohte kurzfristig ein Bach über die Ufer zu treten.

Vier Zentimeter Hagelkörner möglich
Während sich im Osten noch oft die Sonne zeigt, entstehen vor allem von Westen her sowie im Bergland immer häufiger kräftige Gewitter. Am Sonntag weitet sich die Unwettergefahr schließlich auf nahezu ganz Österreich aus. Besonders Starkregen kann zum Problem werden: Innerhalb kurzer Zeit sind örtlich 30 bis 50 Liter Regen pro Quadratmeter möglich. Dazu kommen Hagel mit bis zu vier Zentimetern Durchmesser sowie Sturmböen von bis zu 90 km/h.

Verantwortlich dafür ist eine langsam ziehende Kaltfront, die auf die extrem heiße Luft über Österreich trifft und damit ideale Bedingungen für kräftige Gewitter schafft. 

Tropennächte setzen der Bevölkerung zu
Neben der Hitze am Tag werden vor allem die Nächte zur Belastung. In Wien und anderen Ballungsräumen sinken die Temperaturen vielerorts nicht mehr unter 20 Grad. Damit setzt sich die Serie der Tropennächte fort, wodurch sich Gebäude kaum mehr abkühlen können. 

Österreich
Wetterdaten:

Auch zu Beginn der neuen Woche setzt sich das hochsommerliche Wetter fort. Bis Dienstag sind vielerorts erneut Temperaturen über 35 Grad möglich. Einzelne Hitzegewitter bleiben zwar ein Thema, größere Entlastung zeichnet sich aber erst zur Wochenmitte ab. Dann könnte eine kräftigere Kaltfront Österreich überqueren und neben neuen Unwettern zumindest vorübergehend etwas kühlere Luft bringen. Wie stark die Abkühlung tatsächlich ausfällt, ist derzeit allerdings noch unsicher. 

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