Sieg gegen Nummer 1

„Lulu“startet mit Bronze in die Olympia-Quali

Sport-Mix
20.06.2026 11:21
Porträt von Vorarlberg Sport
Von Vorarlberg Sport

Mit dem Grand-Slam-Event in  Ulaanbaatar startet an diesem Wochenende die extrem lange Qualifikationsphase der Judoka für die Olympischen Spiele in Los Angeles 2028. Die Wahl-Österreicherin Lubjana-Francesca Piovesana durfte sich in der mongolischen Hauptstadt über ein ganz besonderes Erfolgserlebnis freuen.

Die 29-jährige gebürtige Britin, die seit Anfang 2023 für Österreich kämpft und bei den Olympischen Spielen in Paris 2024 als Fünfte nur knapp an der Bronzemedaille vorbeigeschrammt war, startete in der Mongolei ganz stark in das Turnier. In Runde eins feierte „Lulu“ im dritten Duell mit der Kroatin Nina Simic den dritten Erfolg. Auch in ihrem zweiten Kampf gab sich Piovesana keine Blöße und setzte sich gegen die Deutsche Friederike Stolze durch, nachdem diese drei Verwarnungen kassiert hatte.

Zum Auftakt setzte sich Piovesana (in weiß) im dritten Duell mit Nina Simic zum dritten Mal ...
Zum Auftakt setzte sich Piovesana (in weiß) im dritten Duell mit Nina Simic zum dritten Mal durch.(Bild: Tamara Kulumbegashvili)

Triumph über Weltranglistenerste
Im Viertelfinale landete die Lebensgefährtin von Ex-Judoka Laurin Böhler dann einen echten Coup! Gegen die Weltranglistenerste und Lokalmatadorin Enkhriilen Lkhagvatogoo setzte sie sich nach 5:10 Minuten Kampfzeit dank einer Waza-ari-Wertung im Golden Score durch. 
Dass es dennoch nicht für den Einzug ins Finale reichte, lag daran, dass sich Lulu in der Vorschlussrunde der Niederländerin Joanne van Lieshout geschlagen geben musste, die nach 2:25 Minuten eine Ippon-Wertung landen konnte.

Frühe Wertung bringt Bronze
Im Kampf um Platz drei gegen die deutsche U21-Europameisterin Sara-Joy Bauer gelang Piovesana dann früh eine Waza-ari-Wertung. Ein Vorsprung, den sie dann souverän über die Zeit brachte. Damit durfte sich Lulu nicht nur über 500 Punkte für die Olympia-Quali, sondern auch über ihre bereits zweite Bronzemedaille in einem Grand-Slam-Turnier 2026 freuen. Bereits im Mai in der tadschikischen Hauptstadt Duschanbe hatte sie Rang drei geholt.

Heimtraining macht sich bezahlt
„Es war ein richtig guter Tag, ich habe schnell meinen Wettkampfrhythmus gefunden. Mit Bronze beim Start der Olympia-Qualifikation kann ich sehr gut leben, erst recht, weil ich die Nummer eins der Welt geschlagen habe. Die letzte Minute im Bronzekampf war richtig hart, ich hatte fast keine Kraft mehr. Was mich stolz macht ist die Tatsache, dass ich jetzt zwei Bronzemedaillen in Folge gewinnen konnte, das zeigt, dass meine Formkurve stimmt“, freute sich  Piovesana. „Das verstärkte Heimtraining in der Schweiz mit starken Trainingspartnerinnen und das Athletiktraining mit Michael Sohm tragen Früchte. Lulu war heute richtig stark – bei einem so guten Starterfeld aufs Podium zu kommen, das spricht für sich“, meinte Headcoach Yvonne Snir-Bönisch.

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