Japan hat bei der Fußball-WM in den USA, Mexiko und Kanada im zweiten Spiel den ersten Sieg eingefahren. Die Asiaten setzten sich am Samstag in Monterrey gegen Tunesien mit 4:0 durch und sind als Tabellenzweiter der Gruppe F punktgleich hinter Leader Niederlande auf Kurs in Richtung Sechzehntelfinale.
Zum Abschluss gegen den Dritten Schweden reicht dafür ein Punktgewinn. Im 1.000. Spiel der WM-Geschichte trafen Daichi Kamada (4.), Ayase Ueda (31., 83.) und Junya Ito (69.).
Die Tunesier hatten auf einen Trainereffekt durch die Entlassung von Sabri Lamouchi und die folgende Einsetzung von „Feuerwehrmann“ Herve Renard am Dienstag gehofft. Davon war aber beim ersten Auftritt nach dem 1:5 gegen Schweden samt drei personellen Veränderungen vor 51.243 Zuschauern keine Spur, sie waren nicht nahe genug dran an den Gegenspielern. Schon in der Anfangsminute hatten sie Glück, dass ein vermeintliches Elfmeterfoul ungeahndet blieb. Es war nur der Anfang von japanischem Einbahnstraßenfußball.
Kamada traf mit der Ferse
Nach einer Nakamura-Hereingabe beförderte Kamada den Ball wohl ungewollt mit der Ferse sehenswert über die Linie. Aus einem Doppelpack wurde es nichts, da Dylan Bronn bei einer Hereingabe vor Kamada in höchster Not rettete (9.). Eine Minute später hatte Tunesiens Goalie Aymen Dahmen Glück bei einer Abwehr eines Abschlusses von Takehiru Tomiyasu. Der Ball war nur um eine Nuance nicht vollumfänglich hinter der Linie. Das 2:0 lag in der Luft und fiel nach etwas mehr als einer halben Stunde. Ueda konnte Richtung Tor ziehen, sich den Ball herrichten und traf von der Strafraumgrenze platziert ins Eck.
Nach dem Seitenwechsel war Ito nach einem Idealpass in die Tiefe erfolgreich. Für den Schlusspunkt sorgte im Dress der „Blue Samurai“ neuerlich Ueda, diesmal nach Sano-Flanke per Kopf ins lange Eck. „Die letzte WM war enttäuschend für mich. Ich habe also das Gefühl, dass ich mich endlich rehabilitieren konnte“, sagte Ueda zu japanischen Medien. Japans Trainer Hajime Moriyasu freute sich, dass sein Team dem hohen Druck standgehalten habe.
Punktlose Tunesier out
Die punktlosen Tunesier haben vor dem abschließenden Spiel gegen die Niederländer keine Chance mehr auf den Einzug in die K.-o.-Phase. „Das war nicht die Leistung, die wir uns erhofft hatten. Das Ergebnis ist hart, spiegelt aber den Unterschied zwischen den beiden Mannschaften an diesem Abend wider“, sagte Renard und betonte: „Wir sind bei einer Weltmeisterschaft. Wir müssen bis zum Schluss professionell bleiben.“
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