Die Mama wurde vom Auto getötet – die beiden Kleinen blieben alleine zurück. Dank moderner Technologie wurden sie gerettet
Der Anruf erreichte Jäger Thomas Waldsich aus Pama Freitag kurz vor Mitternacht. Eine Rehgeiß war zwischen Pama und Deutsch Jahrndorf von einem Auto erfasst und getötet worden.
Ihre beiden kleine Kitze standen wenige Meter daneben im Feld und schrien nach ihrer Mutter. Sofort packte sich der Jäger zusammen und fuhr los – die Kleinen hatten sich aber, bis er am Unfallort eintraf – schon weiter ins Feld hineingewagt. „Sinnlos sie in der Nacht zu suchen“, so Waldsich. Also fuhr er nach Hause und rückte am nächsten Tag mit Thomas Ranits, Mario Markl, Jagdleiter Johann Waldsich und Fabian Fabsich aus, um die Tierkinder zu finden.
Als Hilfsmittel hatten Ranits und Markl eine Drohne mit. Mit Drohne und Wärmebildkamera sind sie mit ihrer Firma „Termvise“ die einzigen, die im Nordburgenland die Suche nach Rehkitzen (normalerweise vor der Mahd) mit dieser Technologie anbieten. „Wir wurden rasch fündig. Die Kleinen hatten sich weiter im Feld aneinander gekuschelt“, schildert Waldsich. Dankbar die Kitze vom sicheren Tod bewahrt zu haben, fingen sie die Bambis ein und brachten sie zu Tina Rosner nach Nickelsdorf. Sie hat schon mehrere Kitze aufgezogen und zeigt sich auch hier zuversichtlich. „Sie trinken brav, ich hoffe also, dass wir sie durchbringen“, so die Tierfreundin.
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