Angefacht durch Wind
Waldbrände bedrohen Hotels an Italiens Adriaküste
An der süditalienischen Adriaküste bekämpfen die Feuerwehrleute am Freitag weiter schwere Waldbrände. Besonders angespannt war die Lage im bekannten Badeort Vieste in der Region Apulien. Dort rückte ein großer Brand gefährlich nahe an Hotels und Wohnhäuser heran.
Menschen, darunter auch Touristinnen und Touristen, mussten die am stärksten gefährdeten Häuser verlassen. Zusätzlich zu den Bodenteams wurde ein Löschhubschrauber aus Bari angefordert. Im Laufe des Tages konnte der Großbrand bei Vieste unter Kontrolle gebracht werden. Die Feuerwehrleute beseitigen noch verbliebene Glutnester.
In anderen Teilen Apuliens blieb die Lage aber angespannt. In der Kleinstadt San Marco in Lamis näherten sich die Flammen einem Bauernhof. 20 Menschen wurden vorsorglich evakuiert. Dort wurden die Löscharbeiten durch einen Flüssiggastank erschwert, da dieser besondere Sicherheitsmaßnahmen erfordert. Angefacht durch starken Wind breitete sich der Brand über eine Strecke von rund zwei Kilometern aus und drang in Waldgebiete vor.
In Italien sind derzeit vor allem der Süden des Landes und die großen Inseln von Bränden betroffen. Besonders stark traf es Sizilien mit 510 Quadratkilometern verbrannter Fläche, gefolgt von Kalabrien mit 78 Quadratkilometern und Apulien mit 48 Quadratkilometern.
Lage in Frankreich und Spanien entspannt sich
Unterdessen hat sich die Lage in Frankreich und Spanien entspannt. Tausende Evakuierte konnten wieder in ihre Häuser zurückkehren. „Man kann davon ausgehen, dass das Schlimmste hinter uns liegt“, sagte Spaniens Innenminister Laurent Nuñez. Man müsse aber wachsam bleiben. In der französischen Region Bordeaux waren am Donnerstagabend noch zwei Brandherde auf der Halbinsel Cap Ferret und südlich des Orts Lacanau aktiv. Weitere Brände brachte die Feuerwehr unter Kontrolle.
Schwierig war die Situation noch in Griechenland und in der Türkei. Auf der griechischen Insel Kreta erschweren starke, teils orkanartige Winde die Löscharbeiten und entfachen immer wieder neue Brandherde. Erst wenn der Wind nachlasse, könnten Löschflugzeuge sicher eingesetzt werden, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Kleinere Brände gab es zudem auf der Halbinsel Peloponnes sowie auf den Inseln Andros, Paros und Kalymnos.
Seit Mittwoch habe man landesweit bei 169 Feuern eingegriffen, hieß es aus der Türkei. Die meisten davon seien am Donnerstagabend aber schon vollständig unter Kontrolle gebracht worden. In Antalya erschwerte ein Sturm die Löscharbeiten der Einsatzkräfte.













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