Ab morgen ist es so weit: Bis 22. Juni kann das „Karfreitag – Feiertg für alle“-Volksbegehren unterschrieben werden. Der steirische Initiator hofft auf 300.000 Unterstützer. Oder mehr.
Die evangelischen Christen können sich noch gut daran erinnern, als ihr wichtiger Karfreitag noch ein gesetzlicher Feiertag war; anno 2019 wurde er als solcher in Österreich vom Kalender gestrichen. „Ein schwerer Fehler“, urteilt der frühere Richter Martin Wabl aus Früstenfeld.
Der Ex-Landtagsabgeordnete ist bekannt dafür, sich mit Vehemenz für Dinge einzusetzen, die ihm wichtig sind. Und das ist der freie Karfreitag. „Das wäre ein großartiges Statement in Zeiten, in denen christliche Werte weltweit mit Füßen getreten werden.“
Gerade aber auch in wirtschaftlich mageren Zeiten wie diesen soll der Feiertag kein zusätzlicher sein, Wabl könnte sich einen Tausch vorstellen, gegen den Oster-, Pfingstmontag oder den 8. Dezember. Außerdem soll der Karfreitag-Feiertag für alle gelten, nicht „nur“ für die evangelischen Bürger.
Katholik Wabl gibt (wie berichtet) gemeinsam mit Helmut Kern aus Kalwang (evangelisch) Vollgas in seiner Herzenscausa. Statt der erforderlichen 9000 Unterschriften im Vorfeld fuhren die zwei fast 20.000 ein und konnten damit das Volksbegehren vollends in die Gänge bringen. Ab morgen, Montag, kann man „Karfreitag – Feiertag für alle“ in Gemeindeämtern unterfertigen.
Der Steirer hofft, dass es viele sein werden, die das tun. „Hier geht es um was.“ Unterschreiben mehr als 100.000, dann muss sich das Parlament damit auseinander setzen. „Ich hoffe, es werden wesentlich mehr sein.“ Alles darunter sieht er als Niederlage. Sollte dieses abschlägig ausgehen, könne aber immer noch die Kirche in die Diskussion eintreten.
Ich hoffe, dass auf jeden Fall 100.000 unterschreiben, noch lieber wären mir 300.000 plus. Die Regierung misst an diesen Zahlen ja die Bedeutung für das Thema
Martin Wabl
Die steirische Wirtschaft hat schon Gegenwind für den Feiertagstausch signalisiert.
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