Nach Messerangriff

Molotow-Cocktails: Gewalt in Belfast eskaliert

Ausland
11.06.2026 10:33
Porträt von krone.at
Von krone.at

In der nordirischen Hauptstadt Belfast kam es nach einem blutigen Messerangriff am 9. Juni zu ausländerfeindlichen Protesten, Autos und Häuser wurden in Brand gesetzt. Am Donnerstag wurden in den frühen Morgenstunden Molotow-Cocktails gezündet. Die Situation droht zu eskalieren. Die Polizei rückte mit Wasserwerfern an.

Die Polizei rief Verkehrsteilnehmer und Passanten in der Vorstadt Newtownabbey am Mittwoch auf, den Bereich zu meiden, da Gegenstände wie Ziegelsteine, Flaschen und Steine auf die Polizei geworfen worden seien.

Zudem seien Mülleimer in Brand gesetzt worden, auch Molotow-Cocktails sollen laut Medienberichten gezündet worden sein (siehe X-Beitrag unten).

Nach Angaben der BBC versammelten sich in Newtownabbey rund 200 Menschen. Ein Reporter des Senders berichtete, eine Gruppe habe sich einer Unterkunft für Migranten nähern wollen. Der Polizei sei es aber gelungen, sie daran zu hindern.

Aktuelle Bilder aus Belfast:

Hintergrund der Proteste ist ein Messerangriff, für den ein Flüchtling aus dem Sudan wegen versuchten Mordes angeklagt wurde. Randalierer zogen nach der Tat teils vermummt durch die Straßen und setzten mehrere Fahrzeuge in Brand, darunter einen Bus. Auch Wohnhäuser wurden angezündet, Bewohner mussten gerettet werden. Mehrere Hundert Menschen hatten sich zuvor versammelt, um gegen Migranten und Einwanderung zu demonstrieren.

„Rassistisches Schlägertum“
Der britische Nordirland-Minister Hilary Benn verurteilte die tagelangen fremdenfeindlichen Ausschreitungen in der Provinz scharf. Benn sprach Donnerstag von „rassistischem Schlägertum“.

 

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