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Enormer Bedarf: Ihre Blutspende rettet Leben!

Kärnten
08.06.2026 09:01

Alle 90 Sekunden wird in Österreich eine Blutkonserve benötigt. Leben retten kann somit jeder, der Blut spendet. Rund um den Weltblutspendetag, der am 14. Juni die Wichtigkeit von Blutspenden betont, organisiert das Rote Kreuz natürlich viele Spendeaktionen in Kärnten. 

Bluttransfusionen brauchen viele Krebspatienten, deren Körper zu schwach ist, um Blutzellen zu erneuern. Bluttransfusionen brauchen viele, in deren Körper Geschwüre oder Tumore stark geblutet haben. Bluttransfusionen brauchen einige Mütter bei der Geburt. Und Bluttransfusionen brauchen Unfallopfer, die durch Verletzungen viel Blut verloren haben. Gut 1000 Blutspenden pro Tag werden in Österreich gebraucht – Tendenz steigend. Die Spenden sind nur 42 haltbar. Und Blut ist das einzige Notfallmedikament, das nicht künstlich erzeugt werden kann.

Blutbedarf macht keine Sommerpause
Somit liegt auf der Hand: Laufend werden Blutspenden benötigt, für die Krebstherapie, bei Operationen, nach Unfällen. Vor allem im Sommer, wenn Stammblutspender urlauben, ist Blut oft knapp.

Blutspendetermine

Weil Ihre Blutspende Leben rettet, lädt das Rote Kreuz zu Kärnten zu Spendeterminen – und kommt zu Ihnen: Am Montag, 8. März, zur Volksschule St. Martin am Techelsberg (14 bis 19 Uhr). Ebenfalls am Montag, 8. März, zum Rüsthaus in Bodensdorf (14 bis 19 Uhr). Blut spenden können sie am Montag, 8. Juni, auch in Metnitz am Gemeindeamt (14 bis 19 Uhr).

Am Dienstag, 9. Juni, kommt das Rote Kreuz nach Klagenfurt-Viktring zum SeneCura Waldhaus (12 bis 18 Uhr). Von 15 bis 19 Uhr können Sie am Dienstag am Gemeindeamt in Brückl Blut spenden. In der Volksschule Eitweg ist das ebenfalls am Dienstag möglich (14 bis 19 Uhr).

Im LKH Villach werden Ihre Blutspenden gern am Mittwoch, 10. Juni, abgenommen (9 bis 16 Uhr). In dem Zeitraum sind Blutspenden auch in Klagenfurt am Campus der FH Kärnten in der St. Veiter Straße 47 möglich.

Weitere Termine: https://www.roteskreuz.at/kaernten/blut/home

Wer darf Blut spenden?
Blut spenden dürfen grundsätzlich Personen zwischen dem 18. und 70. Geburtstag, die fit und gesund sind. Das Körpergewicht des Spenders muss mindestens 50 Kilo betragen.

Bitte nehmen Sie einen amtlichen Lichtbildausweis, beispielsweise Ihren Pass oder Personalausweis, mit zur Blutspende. Achten Sie darauf, schon vor dem Blutspenden zu essen und zu trinken. Bei der Blutspende werden etwa 465 Milliliter Blut aus der Armvene entnommen – das dauert sechs bis sieben Minuten. Mit dem Ausfüllen des Fragebogens und dem kurzen medizinischen Check vor dem Spenden und der Ruhepause danach samt kleinem Imbiss sind beim Blutspenden gut 30 Minuten einzuplanen.

Warum Spender pausieren müssen
Nach einem Zeckenstich darf man acht Wochen kein Blut spenden, nach Borreliose zwei Jahre nicht. Hat man eine Zahnfüllung bekommen, pausiert man 48 Stunden, nach einer Zahnextraktion eine Woche, nach einer Wurzelbehandlung oder einem Implantat vier Wochen. Eine Woche Pause ist nach einer leichten Erkältung vorgesehen, nach einem hoch fieberhaften Infekt darf man vier Wochen kein Blut spenden. Fieberblasen müssen abgeheilt sein. Nach Antibiotika-Einnahme müssen vier Wochen Zeit vergehen.

Diabetiker mit Insulintherapie können nicht Blut spenden.

Wer sich außerhalb einer medizinischen Einrichtung tätowieren, ein Piercing (auch Ohrringe) stechen oder ein Permanent-MakeUp machen lässt, setzt beim Blutspenden vier Monate aus. So lange ist auch nach Magen- oder Darmspiegelungen zu pausieren. Wer von einem Nicht-Mediziner akupunktiert wurde, wartet ebenfalls vier Monate.

Sechs Monate müssen zwischen einem Urlaub in einem Malariagebiet und einer Blutspende vergehen.

Hatte die spendenwillige Person in den vergangenen drei Monaten mehr als drei Sexualpartner oder Sex mit jemanden, der wiederum Geschlechtsverkehr mit mehr als drei Partnern hatte, ist mit einer Blutspende drei Monate zu warten. Wer im vergangenen Monat ungeschützten Sexualkontakt mit einem neuen Sexualpartner hatte, muss vier Wochen bis zur nächsten Blutspende warten.

Am Tag der Spende darf kein Cannabis konsumiert werden. Wer Suchtgift intravenös nimmt, ist permanent vom Blutspenden ausgeschlossen.

In der Schwangerschaft und sechs Monate nach der Geburt bzw. in der gesamten Stillzeit ist keine Blutspende vorgesehen.

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