Im Frühjahr und Sommer sieht man nicht selten Jungtiere auf heimischen Wiesen oder am Straßenrand. Doch, wer zugreift, könnte im schlimmsten Fall für den Tod des Wildtier-Nachwuchses verantwortlich sein.
Frühjahrszeit ist Nachwuchszeit, jedenfalls in der heimischen Tierwelt. Nur wer jetzt auf Hasenjunge, Rehkitze oder andere junge Säuger trifft, sollte nicht einfach zugreifen. Das ruhige Sitzen oder Liegen in Wiesen und Feldern ist nämlich ein Schutzmechanismus der Natur: Muttertiere lassen ihre Jungen oft tagsüber zurück, um keine Fressfeinde anzulocken. Zum Säugen kommen sie aber immer wieder zurück.
Menschlicher Geruch am Nachwuchs würde im schlimmsten Fall sogar dazu sorgen, dass die Mutter das Jungtier verstößt und es verhungert. Auch der Stress durch die Nähe eines Menschen könnte beim Jungtier selbst zu einem Schock oder Kreislaufkollaps führen.
Liegt ein Tier direkt auf der Straße – oder auch mitten auf der Wiese, die gemäht werden soll, sollte man Hautkontakt meiden und eventuell sogar eine Geruchsbarriere mit Laub oder Gras zu schaffen. Das Tier dann unbedingt im direkt angrenzenden Sichtbereich wieder absetzen und den Ort verlassen, damit die Mutter schnell und stressfrei wiederkommen kann. Bei verletzten Tieren immer einen lokalen Jagdverantwortlichen oder den Tierschutz alarmieren.
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