Drama über Innsbruck

Outdoor-App streikte: Junger Mann stürzte in Tod

Tirol
23.07.2026 07:32

Schreckliches Alpinunglück am Mittwoch in Innsbruck: Ein 18-jähriger Bergsteiger, der mit zwei gleichaltrigen Freunden unterwegs war, stürzte auf der Nordkette vor den Augen seiner Begleiter 200 Meter in den Tod. Das Trio hatte sich zuvor mithilfe einer Outdoor-App orientiert. Nachdem diese ausgefallen war, kam es zur Tragödie.

Die drei befreundeten 18-Jährigen aus Ungarn waren gegen 6.30 Uhr von der Talstation der Hungerburgbahn zu einer Gipfeltour aufgebrochen. Nach einer Rast bei der Bergstation Seegrube setzten sie ihre Tour gegen 13 Uhr fort. Zur Orientierung nutzten sie eine Outdoor-App, schilderte die Alpinpolizei.

„Plötzlich App ausgefallen“
Während des weiteren Aufstiegs sei jedoch die App „ausgefallen“. Im bereits sehr steilen Gelände verloren die jungen Männer die Orientierung und stiegen in Richtung des Gipfels Kemacher durch wegloses Gelände weiter auf.

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Im Zuge des Abstieges stürzte ein Gruppenmitglied im sehr steilen, grasigen und felsdurchsetzten Gelände 150 bis 200 Meter ab und blieb in einer Rinne liegen.

Die Alpinpolizei

Regungslos in Schotterrinne
Gegen 15.15 Uhr erreichte die Gruppe auf etwa 2300 Metern Seehöhe ein kleines Plateau. Dort entschieden sich die Bergsteiger, die Tour abzubrechen und den Rückweg anzutreten. Beim Abstieg kam es schließlich zum Unglück: Einer der 18-Jährigen verlor im steilen, grasigen und felsdurchsetzten Gelände den Halt und stürzte rund 150 bis 200 Meter ab, ehe er leblos in einer Schotterrinne liegen blieb.

Für 18-Jährigen kam jede Hilfe zu spät
„Einer seiner Begleiter setzte sofort den Notruf ab, während der andere zum Verunglückten abstieg“, so die Ermittler weiter. Dieser konnte er jedoch beim Kameraden keine Lebenszeichen mehr feststellen. Ein Notarzt, der vom Notarzthubschrauber mittels Tau zum Verunglückten abgeseilt wurde, konnte ebenfalls nur noch den Tod des jungen Mannes feststellen. Als Todesursache sei ein schweres Polytrauma diagnostiziert worden.

Leiche mit Polizeihubschrauber geborgen
Die beiden unverletzten Begleiter wurden zunächst von der Besatzung des Notarzthubschraubers zur Bergstation der Seilbahn geflogen und anschließend mit Unterstützung des Polizeihubschraubers „Libelle Tirol“ ins Tal nach Innsbruck gebracht. Die Bergung des Verstorbenen erfolgte ebenfalls durch die Crew des Polizeihubschraubers.

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