Konsequenzen für Jäger

Nach Schuss in den Garten ist der Jagdschein weg

Salzburg
23.07.2026 07:00

Für viele empörte Reaktionen hat der „Krone“-Bericht über einen Jagdvorfall im Salzburger Altenmarkt gesorgt. Nach der lebensgefährlichen Episode im Pongau gibt es jetzt weitere Konsequenzen für den Waidmann, der den Schuss abgefeuert hat.

Ein Jäger hatte Mitte Juni nur knapp an einer Einheimischen in einem Garten vorbeigeschossen. Die Ermittlungen der Polizei zum Tatbestand der Gefährdung der körperlichen Sicherheit laufen. Neben Beweissicherung und Spurenauswertung sind auch die Befragungen und Vernehmungen noch nicht abgeschlossen.

Angezeigt wurde der Vorfall durch die Bundesforste-Betriebsleiterin für den Pongau, da der Vorfall in einem Bundesforste-Jagdrevier passierte. Erste Konsequenzen für den betroffenen Jäger stehen fest. Wie berichtet, wurde gegen den Mann ein Waffenverbot verhängt. Im Zuge dessen verlor er auch seinen Jagdschein, bestätigt Landesjägermeister Maximilian Mayr-Melnhof.

„Für so einen Vorfall gibt es keine Entschuldigung“
Salzburgs oberster Jäger stellt klar: „Für so einen Vorfall gibt es keine Entschuldigung.“ Das Wichtigste sei, dass niemandem etwas passiert sei. Die Verantwortung liege klar beim Jäger. „Die wichtigste Sache bei der Jagd ist die Sicherheit bei der Abgabe des Schusses“, sagt Mayr-Melnhof. Hinter dem Ziel des Schusses brauche es einen Kugelfang, etwa Waldboden oder eine Böschung.

Darauf müsse der Schütze achten. Denn, so zitiert Mayr-Melnhof eine Jägerweisheit: „Wenn die Kugel aus dem Lauf ist, kann sie nicht einmal der Teufel aufhalten.“

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