Mehr als ein Jahr lang waren Wiener Drogenfahnder einem mutmaßlichen Kokain-Trio auf den Fersen. Ende Mai schlug die schließlich Polizei zu: Die Verdächtigen wurden auf frischer Tat ertappt, als sie gerade einen Deal mit mehr als einem Kilo Kokain abwickeln wollten.
Die Drogenfahnder ließen über Monate hinweg nicht locker – und wurden schließlich belohnt. Wie aufwendig die Ermittlungen waren, zeigt ein Blick auf den Fall: Seit März 2025 standen mehrere amtsbekannte Personen im Visier der Ermittler. Zahlreiche Observationen und verdeckte Maßnahmen waren die Folge.
Ende Mai zahlte sich die Geduld der Beamten schließlich aus. Polizisten der Spezialeinheit „Zentrale Observation“ beobachteten die Verdächtigen erneut und wurden Zeugen eines mutmaßlichen Kokain-Geschäfts. Kurz vor Mitternacht am 28. Mai soll in der Rauchfangkehrergasse in Wien-Rudolfsheim-Fünfhaus ein Kilogramm Kokain für 28.000 Euro den Besitzer wechseln.
Die Ermittler griffen jedoch nicht sofort ein. Sie warteten die Abwicklung des Deals ab und schlugen erst danach zu. „Unmittelbar nach der Übergabe nahmen die einschreitenden Beamten einen 31-jährigen türkischen Staatsangehörigen fest“, berichtet Polizeisprecherin Irina Steirer.
Auch zwei mutmaßliche Komplizen – ein 30-Jähriger und ein 32-Jähriger, beide österreichische Staatsbürger – wurden festgenommen. In weiterer Folge führten die Ermittler mehrere Hausdurchsuchungen durch.
Großer Fund bei Razzia
Dabei stellten die Beamten rund 33 Gramm Kokain, jeweils 5,9 Gramm Cannabisharz und Cannabiskraut, rund 10.000 Euro Bargeld, eine Faustfeuerwaffe der Kategorie B sowie zwei hochpreisige Autos sicher.
Die drei Beschuldigten zeigten sich laut Polizei nicht geständig. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurden sie in eine Justizanstalt eingeliefert.
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