Das Kennedy Center in der Hauptstadt der USA wird namentlich wieder auf den Ursprungszustand zurückgesetzt. Nach der Fassade müssen nun auch Webseite, Broschüren und Schilder geändert werden. Hintergrund ist eine Gerichtsentscheidung, die eine frühere Umbenennung teilweise zurücknimmt.
Das Kennedy Center in Washington entfernt den Namen von US-Präsident Donald Trump aus offiziellen Dokumenten. Laut einem Memo, das mehreren US-Medien vorliegt, wurden Mitarbeiter der renommierten Kultureinrichtung angewiesen, Trumps Namen „sofort“ aus E-Mail-Signaturen, Briefköpfen sowie von Anrufbeantwortern zu streichen. Bis zum 12. Juni sollen außerdem die Website, Broschüren sowie Schilder im Innen- und Außenbereich entsprechend angepasst werden.
Auslöser ist eine Gerichtsentscheidung aus der vergangenen Woche. Ein Richter entschied, dass Trumps Name wieder von der Fassade des Zentrums entfernt werden muss. Außerdem darf das Haus vorläufig nicht, wie von Trump geplant, im Sommer für zwei Jahre wegen Renovierungen geschlossen werden. Trump reagierte auf das Urteil deutlich verärgert.
Der Schritt steht im Zusammenhang mit Trumps Vorgehen gegen „anti-amerikanische Propaganda“. Kurz nach seinem Amtsantritt vor gut einem Jahr hatte er das Kennedy Center unter seine Kontrolle gebracht, mehrere Mitglieder des Kuratoriums entlassen, den Vorsitz übernommen und seinen Vertrauten Richard Grenell mit der Neuausrichtung der Institution betraut. Im Dezember wurde das Zentrum in „Trump Kennedy Center“ umbenannt, was zu breitem Protest führte; mehrere Künstler sagten daraufhin ihre Auftritte ab.
Das Kennedy Center am Potomac-Fluss ist traditionell ein Veranstaltungsort für alle Genres von Theater, Tanz und Musik. Benannt ist das Gebäude nach dem früheren US-Präsidenten John F. Kennedy, der 1963 verstarb.
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