Oft beginnt es scheinbar harmlos: eine kleine Wunde, grippeähnliche Beschwerden oder plötzliches Fieber. Doch wenn sich eine Infektion im Körper unkontrolliert ausbreitet, kann daraus eine lebensgefährliche Blutvergiftung werden. Wie man Warnzeichen rechtzeitig erkennt, erklären Rotes Kreuz und Samariterbund im neuen Teil der „Krone NÖ“-Serie „Helfen rettet Leben“.
Ein kurzer Tritt, ein Schmerzensschrei – und plötzlich steckt ein Nagel im Schuh. Die Wunde wirkt klein, fast harmlos. „Doch genau solche Verletzungen können gefährlich werden, wenn dadurch Bakterien in den Körper gelangen“, wissen Georgia Praska (Rotes Kreuz) und Harald Radschopf (Samariterbund). Die beiden Erste-Hilfe-Experten warnen vor schweren Infektionen, die bis zur sogenannten Blutvergiftung führen kann.
„Das Problem ist nicht die Verletzung“
Umso wichtiger ist es, Verletzungen richtig zu versorgen und Symptome ernst zu nehmen, bevor aus einer kleinen Wunde ein lebensbedrohlicher Notfall wird. „Das Problem ist nicht die Verletzung selbst“, weiß Praska. Viele Menschen unterschätzen daher das Risiko einer Blutvergiftung, weil die ersten Warnzeichen oft unscheinbar beginnen. Umso wichtiger ist es, Verletzungen richtig zu versorgen und Symptome ernst zu nehmen, bevor aus einer kleinen Wunde ein lebensbedrohlicher Notfall wird.
Zunächst einmal reinigen
„Der erste Schritt ist daher immer, die Wunde vorsichtig mit Wasser zu reinigen, um Bakterien und Schmutz zu entfernen“, erklärt Radschopf. Danach soll ein keimfreier Verband angelegt oder ein Pflaster angebracht werden. „Beobachte anschließend die Wunde und achte auf Anzeichen einer Infektion“, warnen die beiden Erste-Hilfe-Experten.
Auf die Symptome achten
Zu den Symptomen zählen Fieber, Abgeschlagenheit oder Unwohlsein sowie Schmerzen und Rötung rund um die Wunde. „Sollte eines davon auftreten, sollte ein Arzt aufgesucht oder im Zweifelsfall die Rettung gerufen werden“, so Praska und Radschopf.

Ziel dieser „Krone NÖ“-Serie ist es, Menschen die Scheu davor zu nehmen, Erste Hilfe zu leisten. „Unfälle können überall passieren, jederzeit und plötzlich“, weiß Praska. „Denke daran, du kannst nichts falsch machen, außer nichts zu tun“, ergänzt Harald Radschopf vom Samariterbund.
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