Ein Workshop für Assistenzhunde lockte Experten von Südafrika bis Großbritannien in das Salzburger Land. Gleich an drei Tagen ging es dabei um Leinen, Clicker und den gemeinsamen Austausch rund um jene Tiere, die Menschen mit Behinderung das Leben einfacher machen.
Brav und geordnet sitzt Hund Gandalf in der Wiese. Marie wirkt in den Armen ihrer niederländischen Trainerin Pien Zwart entspannt, während Bella spielerisch die weiteren Vierbeiner in der Runde beschnuppert. 20 der 57 Teilnehmer aus zwölf Ländern haben zum internationalen Workshop für Trainer von Assistenzhunden ihre Vierbeiner nach Salzburg mitgenommen. Sie alle bilden Hunde aus, die Menschen mit Behinderung den Alltag erleichtern.
Gleicher Standard für Hundeschulen gefordert
Nach Salzburg gebracht hat den dreitägigen Workshop Elisabeth Färbinger. Sie gründete vor 36 Jahren den Verein Partner-Hunde Österreich. „Seit 2005 bin ich auch Teil des Internationalen Verbands der Assistenzhunde. Dabei geht es unter anderem um einen Standard, den alle Schulen erreichen sollten“, erzählt sie.
Assistenzhunde gibt es in Malta erst seit zwölf Jahren. Für mich ist es sehr wichtig, zu sehen, wie andere diese trainieren.

Robert Spiteri ist Hundetrainer in Malta
Bild: Markus Tschepp
Der Vorteil am Standort in Salzburg sei, dass sich die Anreise in das Herz Europas für die meisten Teilnehmer in etwa gleich lang gestaltet. Ein Teil des Trainings findet dabei direkt am Parner-Hunde-Hof im Nußdorfer Weitwörth statt, ein weiterer Teil in einem Hotel in Anif.
Für Trainerin Zwart hat Salzburg eine besondere Bedeutung: „Ich liebe Österreich. Es war fast ein Geschenk, dass das heuer hier stattfindet“, erzählt sie und ergänzt: „Meine Mutter hat unsere Assistenzhunde-Organisation vor acht Jahren gegründet. Jetzt will ich in ihre Fußstapfen treten.“
In Südafrika setzen wir auf Labradore und Golden Retriever. In Europa werden auch andere als Assistenzhunde eingesetzt.

Vincent Seaba ist aus Südafrika angereist
Bild: Markus Tschepp
Die mit Abstand weiteste Anreise hatte der Südafrikaner Vincent Seaba. Er will neue Ideen in seine Heimat mitbringen. Robert Spiteri aus Malta erzählt: „Ein generelles Richtig oder Falsch gibt es beim Training nicht. Jeder Hund ist unterschiedlich und es kommt auch darauf an, was das Tier will.“
Neben Vorführungen und Übungen mit der flexiblen Leine ist die Freude der Teilnehmer vor allem über das Clickertraining groß. Diesem wird beim Workshop viel Zeit eingeräumt, denn dabei sollen Hunde durch Geräusche positiv bestärkt werden.
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