Stausee in Spanien

Mutter und Oma starben bei Rettung von kleinem Bub

Ausland
01.06.2026 13:55
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ein Familienausflug in Spanien nahm am Sonntag ein tragisches Ende: Zwei Frauen sind in einem Stausee in Spanien bei dem Versuch, einen fünfjährigen Buben vor dem Ertrinken zu retten, ums Leben gekommen. Bei den beiden Todesopfern handle es sich um die Mutter und die Großmutter des Kindes, wie der örtliche Rettungsdienst mitteilte.

Die Tragödie ereignete sich demnach bei einem Familienausflug am sommerlichen Sonntagabend gegen 18.35 Uhr. Die Leichen der Frauen, einer 52- und einer 32-Jährigen, seien aus dem Stausee Baños de Cerrato in der Provinz Palencia rund 200 Kilometer nördlich von Madrid geborgen worden.

Bub hat überlebt
Das Kind, das laut Zeugen mit einem Bodyboard nah am Ufer des Stausees gespielt hatte, als es in Not geriet, wurde nach Angaben der Einsatzkräfte von Anglern in der Nähe eines Baumstamms gerettet. Es wurde bei Bewusstsein in ein Krankenhaus in Palencia gebracht.

Ermittlungen aufgenommen
Ein weiterer Familienangehöriger wurde wegen eines schweren Schockzustands medizinisch versorgt und ebenfalls in eine Klinik gebracht, berichteten die Nachrichtenagentur Europa Press und weitere Medien unter Berufung auf die Einsatzkräfte. Die Polizeieinheit Guardia Civil (Zivilgarde) würde zur genauen Unfallursache ermitteln, hieß es.

Unfallort war wohl kein offizieller Badestrand
Ein Vertreter des zuständigen spanischen Innenministeriums in der Region, Eduardo Santiago, erklärte am Montag, erste Hinweise deuteten auf einen möglichen Einfluss von Strömungen hin. Die Gegend habe einen leichten Zugang zum Wasser und werde häufig von Badegästen besucht, obwohl es sich nicht um einen offiziell zum Baden freigegebenen Strand handle.

Jedes Jahr ertrinken hunderte Menschen in Spanien
Der Jahresbericht des Spanischen Rettungs- und Seenotrettungsverbandes (Federation of Royal Spanish Lifesaving and Rescue) zeigt, dass 2025 in spanischen Gewässern 472 Menschen ertrunken sind. Mehr als die Hälfte der Unfälle ist am Strand passiert, wie „El País“ berichtete.

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