Kuriose Unfälle, Boote in Seenot, Alarm um Stand-up-Paddler – eine Serie an schwierigen Einsätzen meisterten Feuerwehren und die Wasserrettung im Burgenland während des starken Unwetters.
Heftige Wetterkapriolen und Unfälle hielten am vergangenen Wochenende die Einsatzkräfte vor allem im Südburgenland auf Trab. Eine ungewöhnliche Bergung erforderte Sonntag gegen 15.30 Uhr die ganze Professionalität der Kameraden der Feuerwehr-Kemeten. Ein Pkw war aus ungeklärter Ursache im Strembach gelandet. Die Insassen konnten sich selbst aus dem Auto retten, doch ihr Hund saß fest.
Verkehr stand still
„Wir sicherten den Wagen ab, dann konnten wir das Tier über eine Leiter wohlbehalten an Land bringen“, berichtet die Feuerwehr. In Litzelsdorf stürzten unterdessen etliche Bäume, die den Sturmböen nicht standhalten konnten, auf die Bundesstraße. Der Verkehr stand still. Rasch wurde die Fahrbahn freigemacht.
Boot trieb auf Wellen
Bange Momente erlebten sechs Ausflügler auf einem Elektroboot auf dem Neusiedler See, das mitten in einem Gewitter manövrierunfähig auf den Wellen trieb. Der Motor war wegen eines Defekts ausgefallen. Zum Glück entdeckte die Crew des Wasserrettungsbootes „Hans“ die sechsköpfige Besatzung in Not und kam zu Hilfe. Die Feuerwehr Breitenbrunn schleppte das E-Boot in den Heimathafen.
Ein Segelboot, das in einer Schilfinsel festhing, musste die Feuerwehr Rust bergen. Kurz vor 19 Uhr lösten noch vier Stand-up-Paddler am See zwischen Weiden und Podersdorf Alarm aus. Sie wurden in Sicherheit gebracht.
„Unser Zusammenhalt kann Berge versetzen“
Mit stürmischem Wind hatte die Stadt Rust zu kämpfen. Das Fest der katholischen Pfarre drohte zu platzen. Fast alles, was vorbereitet war, wurde weggefegt. Der Musikverein half mit Zelten aus, dem beeindruckenden Auftritt des traditionsreichen Männergesangsvereins stand letztlich nichts im Weg. „Großartig, was Zusammenhalt bewirken kann! Allen Helfern gilt ein herzliches Dankeschön“, lobten die Organisatoren.
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