Im Wasser und im Berg

Realitätsnahe Großübung unter Höchstleistung

Kärnten
01.06.2026 07:00

Klagenfurter Feuerwehren, das Rote Kreuz und Wasserretter übten unter dem Motto „Von der Flut in die Tiefe“. Dabei standen anspruchsvolle Einsatzlagen im Fokus, die den Einsatzkräften wirklich alles abverlangten. Die „Krone“ war vor Ort. 

Folgendes Szenario: In den frühen Samstagmorgenstunden schlittert ein Kleinbus von der Fahrbahn ab, bleibt im Flussbett der Glan liegen. Einige Insassen des Kleinbusses werden von der Strömung mitgerissen, andere sind im Fahrzeug eingeklemmt.

Mit Blaulicht wird zur Unfallstelle ausgerückt, jeder Handgriff sitzt. Der erste Verletzte wird aus dem Fahrzeug geborgen. „Wo sind meine Kinder?“, schreit er verzweifelt. Weitere Florianis treffen ein und machen sich auf die Suche nach den Vermissten.

Zehn vermisste Kinder gesucht
Zeitgleich errichten die eingesetzten Freiwilligen Feuerwehren einen Hochwasserschutz und arbeiten weitere Maßnahmen zur Schadensabwehr ab. Zusätzlich werden zehn vermisste Kinder mittels Drohne und Rettungshundestaffel gesucht.

Mit Kran und Schleifkorbtrage wurden Personen aus dem Fluss geborgen. Die Übungsszenarien waren ...
Mit Kran und Schleifkorbtrage wurden Personen aus dem Fluss geborgen. Die Übungsszenarien waren sehr realitätsnah und fordernd.(Bild: Christian Krall)
Absicherung der „Einsatzstelle“ durch die Feuerwehr im Ehrentalerbergtunnel.
Absicherung der „Einsatzstelle“ durch die Feuerwehr im Ehrentalerbergtunnel.(Bild: Michael Kristan-Trink)
Schnell und gekonnt, wurde der „Einsatz“ bewältigt.
Schnell und gekonnt, wurde der „Einsatz“ bewältigt.(Bild: Christian Krall)
Menschenrettung unter schwierigen Bedingungen – Einsatzkräfte waren gefordert.
Menschenrettung unter schwierigen Bedingungen – Einsatzkräfte waren gefordert.(Bild: Michael Kristan-Trink)

Am Abend folgt die nächste „Hiobsbotschaft“: Ein Elektrofahrzeug steht im Ehrentalerbergtunnel in Vollbrand. Drei nachfolgende Neunsitzer-Busse eines Fußball-Fanclubs können nicht mehr rechtzeitig bremsen. Mehrere Personen werden in den Fahrzeugen eingeklemmt, weitere laufen desorientiert und panisch durch den Tunnel.

Zeitgleich versucht eine Person, in Richtung Tunnelportal zu flüchten und wird dabei von einem Klein-Lkw touchiert. Zudem werden zwei Gefahrgutfässer auf der Ladefläche beschädigt, wobei gefährliche Stoffe austreten und mehrere Personen Verätzungen sowie ein Inhalationstrauma erleiden.

Übung unfallfrei über Bühne gegangen
„Großübungen mit anderen Einsatzorganisationen sind für uns unverzichtbar. Sie ermöglichen es, die Zusammenarbeit unter realistischen Bedingungen zu trainieren, Kommunikationswege zu überprüfen und Führungsabläufe zu festigen“, weiß Daniel Kohla, Kommandant der FF Kalvarienberg, der für die Planung der Übung verantwortlich war.

„Durch gemeinsame Übungen und den anschließenden Erfahrungsaustausch lernen sich die Einsatzkräfte auch organisationsübergreifend persönlich kennen. Ich bin mit dem Verlauf der Übung sehr zufrieden. Besonders erfreulich ist, dass alles unfallfrei über die Bühne gegangen ist.“ Das zeige, dass alle Beteiligten hochprofessionell gearbeitet und die Sicherheitsvorgaben konsequent eingehalten haben. 

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