Bei der Generalprobe gegen Tunesien simuliert Österreich heute (20.45 Uhr/live im sportkrone.at-Ticker) den Ernstfall für den WM-Start gegen Jordanien.
„Bei einem Musical und im Theater stellst du auch nicht die auf die Bühne, die bei der Premiere dann nicht dabei sind.“ Ralf Rangnick hält Nichts von „Tarnen und Täuschen“ – bei der heutigen Generalprobe gegen Tunesien wird gleich der WM-Ernstfall gegen Jordanien simuliert. „Daher haben wir den Gegner ausgesucht“, so Österreichs Teamchef. „Sie haben eine ähnliche Spielidee, 3er- bzw. 5er-Kette, einen tiefen Block, schnelle Konter.“
Die erste Elf wird also mehr als ein Indiz auf Rangnicks Wunschformation in den USA sein (siehe „Krone“-Aufstellung unten). Erst ab der Halbzeit eröffnet die Tauschbörse, dann sind zehn Wechsel möglich. „Aber sicher ohne angezogene Handbremse“, versichert Rangnick. „Das gibt es bei uns nicht.“
„Gutes Gefühl holen“
In der Vergangenheit liefen Österreichs Turnier-Generalproben allerdings alles andere als berauschend: Vor der EURO 2024 gab es ein 1:1 in der Schweiz, vor der Corona-EM 2021 ein 0:0 gegen die Slowakei und 2016 setzte es gegen die Niederlande im Happel-Oval ein 0:2. Nur vor der Heim-EURO 2008 ging der ÖFB auf Nummer sicher – 5:1 in Graz gegen Malta. Und vor der WM 1998 wurden auch die Tunesier eingeladen, da gab es ein 2:1. Allerdings wurde fünf Tage später mit einem 6:0 gegen Liechtenstein noch an der Stimmungswelle gedreht …
… das wird in Santa Barbara „nur“ noch im Training, bei den internen Spielen möglich sein. „Wir wollen eine Euphorie erzeugen“, nickt auch Stefan Posch. „Wir werden unsere Prinzipien abrufen, wollen uns ein gutes Gefühl holen.“

Das bestätigt Christoph Baumgartner: „Wir wollen schauen, wo wir stehen, ob es noch Baustellen gibt, an denen wir arbeiten müssen. Und dann fliegen wir mit voller Kapelle rüber.“ Bis auf Patrick Wimmer und Florian Grillitsch kann Rangnick heute auch aus dem Vollen schöpfen. Das Happel-Oval ist allerdings noch nicht voll, es sind erst 32.000 Tickets verkauft.
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