Helfen rettet Leben

So bringt man Verletzte sicher aus Gefahrenzone

Niederösterreich
16.03.2026 06:00

Manchmal bleibt keine Zeit zu warten. Wenn ein Auto zu brennen droht, Rauch aufsteigt oder akute Gefahr besteht, muss ein Verletzter schnell aus der Gefahrenzone gebracht werden. Dafür gibt es eine einfache Technik, wie Experten von Rotem Kreuz und Samariterbund im neuesten Teil der Serie „Helfen rettet Leben“ erklären.

Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit, ein Rutschen auf dem Asphalt – und schon liegt ein Radfahrer auf der Straße. Das Fahrrad ist zur Seite geschleudert, der Verletzte liegt reglos auf der Straße. Es könnten sich jederzeit Autos nähern. Nun ist rasches, aber vor allem auch richtiges Handeln gefragt. Der Betroffene muss möglichst rasch vom Unfallort weggezogen werden. Was es dabei zu beachten gilt, wissen die Erste-Hilfe-Experten Georgia Praska (Rotes Kreuz) und Harald Radschopf (Samariterbund).

So wird ein Betroffener vom Unglücksort gezogen.
So wird ein Betroffener vom Unglücksort gezogen.(Bild: Attila Molnar)

Sich selbst nicht in Gefahr bringen
Doch bevor es noch um die richtige Technik geht, ist eines unerlässlich: „Achte auf dein Umfeld und auf deine Sicherheit“, betont Radschopf. Die Entscheidung muss der Ersthelfer dabei situationsbedingt für sich selbst treffen. Daher sind, wenn möglich, auch vorher immer Absicherungsmaßnahmen zu setzen. Dazu zählt beispielsweise das Einschalten der Warnblinkanlage, das Anziehen der Warnweste oder das Aufstellen eines Warndreiecks.

Beide Arme unter den Kopf
Nun zur Technik: Um eine Person möglichst rasch und schonend aus dem Gefahrenbereich zu ziehen, werden beide Arme des Betroffenen unter dessen Kopf überkreuzt. „Mit den Armen wird der Kopf fixiert“, erklärt Praska. An den Handgelenken wird der Verletzte dann gezogen. „Hebe die Person nur leicht und nutze dafür die Kraft aus den Beinen. Hebe niemals aus dem Rücken heraus“, rät Radschopf.

Die Technik funktioniert sowohl in Rücken- als auch in Bauchlage. Letzteres kann dann notwendig sein, wenn die Zeit fehlt, die in Not geratene Person sofort auf den Rücken zu drehen – das sollte dann aber anschließend möglichst rasch in einem sicheren Bereich passieren, um dort weitere Erste Hilfe leisten zu können. Der Notruf sollte so früh wie möglich gewählt werden.

Richtiges Umdrehen
Doch wie dreht man den Verletzten richtig um? Dazu wird der Arm beim Hinterkopf ausgestreckt. Dann wird er an der gegenüberliegenden Beckenseite und an der Schulter auf den Rücken gedreht. „Falls möglich, sollte er nicht über das Gesicht gedreht werden“, so Praska. Danach wird der Notfallcheck durchgeführt, offene Blutungen gestillt. „Ist die Person bewusstlos, bringe sie in die stabile Seitenlage“, so Radschopf.

Samariterbund und Rotes Kreuz erklären für die „Krone“-NÖ-Serie „Helfen rettet Leben“ das ...
Samariterbund und Rotes Kreuz erklären für die „Krone“-NÖ-Serie „Helfen rettet Leben“ das richtige Wegziehen.(Bild: Attila Molnar)

 Der Verletzte soll nur so weit weggezogen werden, wie es unbedingt nötig ist. Ist das auf diese beschriebene Art nicht möglich, dann soll er im Rahmen der Möglichkeiten weggezogen werden.

Ziel dieser „Krone NÖ“-Serie ist es, Menschen die Scheu davor zu nehmen, Erste Hilfe zu leisten. „Unfälle können überall passieren, jederzeit und plötzlich“, weiß Praska. „Denke daran, du kannst nichts falsch machen, außer nichts zu tun“, ergänzt Radschopf.

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