Angriff auf Schmuggler

US-Militär jagt erneut ein Drogenboot in die Luft

Ausland
27.05.2026 12:04
Porträt von krone.at
Von krone.at

Im östlichen Pazifik ist am Dienstag bei einem neuerlichen US-Angriff auf ein Boot mutmaßlicher Drogenschmuggler nach Militärangaben ein Mann getötet worden. Die Vereinigten Staaten haben ein großes Drogenproblem, für das sie ausländische Schmuggler verantwortlich machen.

Wie das für die Region zuständige Südkommando (SOUTHCOM) des US-Militärs auf der Plattform X mitteilte, habe es bei der Attacke auch zwei Überlebende gegeben, die US-Küstenwache sei unverzüglich benachrichtigt worden, „um das Such- und Rettungssystem für Überlebende zu aktivieren“, hieß es. Es habe keine Verluste unter den US-Streitkräften gegeben.

„Am 26. Mai führte die Joint Task Force Southern Spear auf Anweisung des SOUTHCOM-Kommandanten General Francis L. Donovan einen tödlichen kinetischen Angriff auf ein Schiff durch, das von als terroristisch eingestuften Organisationen betrieben wurde. Nachrichtendienstliche Erkenntnisse bestätigten, dass das Schiff bekannte Drogenhandelsrouten im östlichen Pazifik befuhr und an Drogenhandelsoperationen beteiligt war“, hieß es in einem auf X veröffentlichten Beitrag. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Die US-Armee sprach von einem „tödlichen kinetischen Angriff“ auf ein Schiff.
Die US-Armee sprach von einem „tödlichen kinetischen Angriff“ auf ein Schiff.(Bild: kameraOne (Screenshot))

Mehr als 100 Drogenschmuggler getötet
US-Präsident Donald Trump und seine Regierung lassen seit vergangenem Herbst immer wieder Boote mutmaßlicher Drogenschmuggler in der Karibik und im Pazifik angreifen. Dabei wurden nach Angaben des Militärs bereits weit über 100 Menschen getötet.

Als rechtliche Grundlage für die Attacken führt Trumps Regierung den Umstand an, dass Drogenkartelle von ihr zu Terrororganisationen – sie spricht in diesem Zusammenhang immer wieder von „Narco-Terroristen“ –  erklärt wurden. Kritiker bezweifeln allerdings, dass die tödlichen Angriffe in internationalen Gewässern völkerrechtlich zulässig sind.

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