Open Air in Linz

Pop-Duo Pizzera & Jaus: eine Hymne an den Sommer

Oberösterreich
31.05.2026 15:00

Das „Ahoi! Pop“-Festival im Linzer Donaupark ist neben dem „Krone-Fest das Musik-Highlight dieses Sommers. Ein Open Air mit Pizzera & Jaus macht am 8. Juli den Auftakt. Die „Krone“ sprach mit dem Pop-Duo, das einige Überraschungen mitbringt. Sie wollen mit einem Musik-Workout die Fans zum Schwitzen bringen.

Man feiert die Rückkehr des „Ahoi! Pop“-Festivals mit einem Open Air, das der Posthof gemeinsam mit Barracuda Music ausrichtet. Den Auftakt macht das Pop-Duo Pizzera & Jaus am Mittwoch, 8. Juli, als Headliner. Das Konzert, das die „Krone“ präsentiert, findet auf der Bühne zwischen Lentos und Brucknerhaus statt und beginnt bereits um 16 Uhr mit Lemo und Marten als Support.

Ohrwürmer für die Partylaune
Dann wird das Motto „Eine ins Leben“ in fetziger Partylaune ausgegeben. Paul Pizzera und Otto Jaus werden ihre unverwechselbaren Ohrwürmer und bissigen Alltagsbeobachtungen live performen, bis alle, die da sind, singen, schwitzen und glücklich sind.

Im „Krone“-Talk verrät Pizzera erste Details zum Konzert in der Stahlstadt.
„Krone“: Sie bescheren uns einen tollen Partyabend. Wie stark stehen Sie denn mit Linz auf Du und Du?

Paul Pizzera: Wir kennen Linz, wir haben hier schon gespielt, und gute Freunde kommen von hier. Stichwort Folkshilfe: Im Herbst sind wir gemeinsam auf Tour. Und eine besondere Dame verbindet uns mit Linz: Liz Müller, die Fußkeyboarderin.

(Bild: Ingo Pertramer)

Wie haben Sie einander kennengelernt?
Sie hat uns geschrieben, dass sie so ein Fan ist. Und wir haben sie bei einem Konzert auf die Bühne geholt. Das war beeindruckend! Sie spielt mit ihren Zehen Klavier, das ist inspirierend und cool. Wir wollen auch beim „Ahoi! Pop“ gemeinsam eine Nummer spielen.

Bringen Sie auch einen neuen Hit mit?
Klar, ganz frisch gebacken: „Klesch Koids Bier“, die Sommerhymne für die Freundschaft und die Leichtigkeit des Seins.

Apropos Leichtigkeit. Mir kommt vor, Sie verstehen sich einfach supergut. Aber ehrlich: Wie würden Sie Ihre Beziehung zu Otto beschreiben und wie halten Sie die Balance?

Das Schöne ist, dass wir uns selbst Lehrer und Schüler, Therapeut und Klient zugleich sind – wir sind also wirkliche Freunde. Umso schöner ist es, wenn man gemeinsam arbeitet. Das birgt natürlich die Gefahr, dass man beides verlieren kann. Aber wir haben aus einer platonischen Beziehung das Beste herausgeholt.

Gute Freundschaften haben immer ein Rezept in der Hinterhand. Wie machen Sie es?
Wir schlucken nichts! Sondern jede Kränkung, jede Kleinigkeit, die einen stören könnte, wird gleich angesprochen – das ist unser Geheimnis, warum es seit acht Jahren gemeinsam auf der Bühne so harmoniert. Respekt und auf Augenhöhe – das ist unser Prinzip, und das ist schön.

Sie sind unheimlich oft auf Tour. Wie schaffen Sie es persönlich, dass Sie Beziehungen pflegen, die Ihnen wichtig sind? Oder hat der Job einfach Vorrang?
Nein, man wächst natürlich mit der Crew zusammen. Man kann sich Gott sei Dank aussuchen, mit wem man unterwegs ist. Das Gute ist auch, dass jeder ein geregeltes Privatleben hat. Und wenn man Austropop macht, kann man in Österreich, Deutschland und der Schweiz herumcruisen. Wenn es dir zu viel wird, dann fährst du nach Ungarn, da kennt dich niemand.

Austropop erlebt ja ungebrochen einen Boom, oder?
Es läuft gut, es kommt extrem viel Gutes nach. Wenn Künstlerinnen und Künstler authentisch gute Musik machen, ist es eigentlich wurscht, ob es Dialekt ist oder nicht. Aber wenn man in seinem Heimatdialekt singt, da kann man besser fluchen und noch besser traurig sein – uns gefällt es so besser. Karl Ferdinand Kratzl hat einmal gesagt: „Hässlich ist ein schönes Wort, aber schiach ist treffender.“ Dieses Beispiel finde ich so cool.

(Bild: Pertramer)

Sie sind unglaublich erfolgreich. Da gibt es sicher auch viel Erwartungsdruck. Wie bleiben Sie ehrlich?
Erfolg ist immer eine Mischung aus Leistung und Zufall. Das eine kann ich beeinflussen, für das andere bin ich sehr dankbar. Und die Fleißigen haben immer mehr Glück, finde ich. Darum machen wir jeden Auftritt auch mit einer klaren Birne, jede Show wird ganz fit abgeliefert – weil jede und jeder beim Konzert die beste Version von uns verdient hat. Wir arbeiten sehr diszipliniert. Wenn die Leute das spüren, überträgt sich etwas – es ist ein wunderschönes gemeinschaftliches Arbeiten von allen.

Ahoi! Pop Sommer bedeutet direkt neben der Donau ein Konzert zu spielen.
Ja, am Wasser ein Konzert zu erleben, das ist lässig. Wir freuen uns riesig drauf, dass wir gemeinsam mit euch in den Hafen der Musik einlaufen dürfen.

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