Ein Immobilienentwickler will in der Halleiner Altstadt zehn Wohnungen bauen – sehr zum Missfallen der Anrainer. Sie wettern seit Jahren gegen das Vorhaben. Jetzt erlitten sie eine herbe Justiz-Schlappe, dennoch bleibt man kämpferisch. . .
„Wir geben nicht auf und werden alles unternehmen, um das Projekt noch zu stoppen.“ Felix Ganzer bleibt optimistisch – und doch muss der Halleiner jetzt erst einmal eine herbe Justiz-Schlappe verdauen. Denn: Ganzer ging mit fünf weiteren Anrainern gegen gegen den positiven Baubescheid für das Immobilienprojekt Goldgasse vor. Das Landesverwaltungsgericht wiest die Beschwerde nun allerdings ab. „Am Freitag beraten wir mit unserem Rechtsbeistand, wie es weitergeht“, sagt Ganzer.
Zur Erinnerung: In einem Altstadt-Innenhof – er gehört zu einem Haus in der Goldgasse – will Immobilienentwickler Ditfried Kurz zehn Wohnungen errichten. Das knapp 1000 Quadratmeter große Areal ist als Bauland ausgewiesen und längst im Besitz von Kurz. Anrainer rund um Felix Ganzer liefen gegen das Vorhaben Sturm, gründeten erst eine Bürgerinitiative und später sogar eine eigene Partei. Die Bürgerliste Hallein sitzt mittlerweile gar in der Gemeindevertretung. Auch dort war das Bauprojekt bereits mehrmals Streitthema.
Bürgermeister: „Habe keine Freude damit“
Stadtchef Alexander Stangassinger (SPÖ) meint zu den neuesten Entwicklungen: „Das Gericht hat bestätigt, dass die rechtlichen Voraussetzungen gegeben sind. Es ist aber kein Geheimnis, dass ich keine große Freude mit dem Projekt habe. Aber das tut nichts zur Sache.“
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