Elternverband warnt

Missbrauchsvorwurf: „Es gab eklatante Fehler“

Salzburg
24.05.2026 09:00

Nach Missbrauchsvorwürfen gegen einen Religionslehrer an einer Salzburger Volksschule meldet sich jetzt der Landesverband der Elternvereine besorgt zu Wort. Es seien „eklatante Fehler“ passiert. 

Die „Krone“ berichtete vergangene Woche als Erstes über die massiven Vorwürfe gegen einen Salzburger Religionslehrer. Er soll Kinder etwa an den Oberschenkeln unangemessen berührt haben. Erste Vorfälle sollen bereits im Herbst bekannt geworden sein. Doch es wurde wieder still um den Verdacht.

Erst als der Bildungsdirektor von der „Krone“ davon erfuhr, wurde der Lehrer dienstfrei gestellt, schließlich suspendiert und angezeigt. Bei sieben betroffenen Kindern sei das Bild eindeutig gewesen, dass eine rote Linie überschritten worden war, heißt es vom Bildungsdirektor. Jetzt wird der Sachverhalt von der Staatsanwaltschaft geprüft.

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Jetzt ist es am wichtigsten, dass Kinder und Eltern umfangreich unterstützt werden. Die Schule muss ein sicherer Platz bleiben.

Susanne Flörl, Vorsitzende Elternverband der Salzburger Pflichtschulen

Und es wird Kritik laut. Wurde den Kindern nicht geglaubt? Hat die Schule zu spät reagiert? Warum wurde das Kinderschutzkonzept, das in jeder Schule aufliegen muss, nicht aus der Schublade genommen? Gab es Kommunikationsfehler bei der Meldung an die Bildungsdirektion? Fragen über Fragen.

Besorgte Worte von Elternvertretern
Jetzt meldet sich dazu auch der Verband der Elternvereine an Salzburger Pflichtschulen zu Wort. „Schule muss ein sicherer Ort bleiben“, warnt die Vorsitzende Susanne Flörl und fordert bei der Aufklärung lückenlose Transparenz ein. Konkrete Vorwürfe gegen Schule oder Behörde will sie nicht erheben: „Das werden jetzt die Ermittlungen zeigen.“

Zu befürchten sei aber, dass das verpflichtende Kinderschutzkonzept an der Volksschule nicht richtig eingesetzt wurde. Es sei jetzt an den Salzburger Schulen, generell zu prüfen, ob der Umgang mit dem Leitfaden bei möglicher Gefährdung schon im Schulalltag angekommen sei. Flörl: „Kinderschutz darf kein Nebenthema zur schulischen Arbeit sein. Es ist eine Verpflichtung für alle Beteiligten.“

Auch eine neue Studie zur Gefährdung von Kindern- und Jugendlichen, die kürzlich vom Land präsentiert wurde, ergab, dass im Bildungsbereich der Wunsch nach klareren Leitfäden und auch Schulungen für die richtige Reaktion auf Gefährdungsverdachtsfälle am größten ist.

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