Explosion in Kohlemine

Mindestens 90 Tote bei Grubenunglück in China

Ausland
23.05.2026 07:57
Porträt von krone.at
Von krone.at

Nach einer Gasexplosion in einer Kohlemine in der nordchinesischen Provinz Shanxi sind laut chinesischen Staatsmedien mindestens 90 Menschen gestorben. 247 Bergleute befanden sich während einer Gasexplosion im Liushenyu-Kohlebergwerk in der nördlichen Provinz Shanxi in der Kohlegrube. 

Wie viele Personen weiterhin in der Mine eingeschlossen sind, ist bisher unklar. Die Rettungsarbeiten dauern weiter an. Am Samstagmorgen hieß es zunächst, dass insgesamt 201 Menschen aus der Mine geborgen wurden, darunter acht Tote. Warum die Todeszahl derart schlagartig nach oben korrigiert wurde, ist vorerst unklar.

Einsatzkräfte bei der Unglücksstelle, dem Liushenyu-Kohlebergwerk
Einsatzkräfte bei der Unglücksstelle, dem Liushenyu-Kohlebergwerk(Bild: AP/Cao Yang)

Das Unglück hat sich bereits am Freitagabend in einem Bergwerk im Landkreis Qinyuan ereignet, wie Chinas staatliche Agentur Xinhua berichtete.  Laut chinesischen Berichten sei die Mine im Dreischichtsystem betrieben worden, wobei sich das Unglück während eines Schichtwechsels zugetragen habe.

Die Provinz Shanxi gilt als eines der Zentren für die chinesische Kohleindustrie. Auch wenn China in den letzten Jahren verstärkt auf erneuerbare Energien setzt, deckt Kohle nach wie vor etwas mehr als die Hälfte des Gesamtenergieverbrauchs des Landes.

Unfälle in Kohleminen keine Seltenheit
Die Kohleindustrie in Shanxi ist für ihre mangelhaften Sicherheitsstandards berüchtigt. In der Vergangenheit kam es in China immer wieder zu schwerwiegenden Unfällen mit vielen Toten. Die Ursache der Explosion werde laut Xinhua nach wie vor untersucht.

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