Die Stimmung der Verbraucher in den USA ist im Mai auf ein Rekordtief gefallen. Vor allem die wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs auf die Preisentwicklung belasteten die Laune.
Das von der Universität Michigan erhobene Konsumklima sank laut der am Freitag veröffentlichten zweiten Schätzung um 5,0 Punkte auf 44,8 Zähler. In einer ersten Schätzung war ein Rückgang auf 48,2 Punkte ermittelt worden. Volkswirte hatten mit einer Bestätigung der Erstschätzung gerechnet.
Mit Blick auf die Unterindikatoren des Konsumklima-Index verschlechterten sich die Bewertung der aktuellen Lage und die Erwartungen stärker als zunächst ermittelt.
Kosten für Benzin nehmen weiter zu
„Die Verbraucherstimmung ist den dritten Monat in Folge gesunken, da die Versorgungsengpässe in der Straße von Hormuz weiterhin zu einem Anstieg der Benzinpreise führen“, schrieb Joanne Hsu, Leiterin der Umfrage. Die Entwicklung der Lebenshaltungskosten bleibt die wichtigste Sorge der Menschen.
Die Inflationserwartungen der Verbraucher stiegen auf hohem Niveau etwas an. Auf Sicht von einem Jahr legten sie von 4,7 auf 4,8 Prozent zu. Zunächst war ein Rückgang auf 4,5 Prozent ermittelt worden. Die längerfristigen Inflationserwartungen (5 bis 10 Jahre) stiegen von 3,5 auf 3,9 Prozent. Hier waren zunächst 3,4 Prozent festgestellt worden. Die US-Notenbank strebt lediglich eine Inflationsrate von zwei Prozent. Im April war diese auf 3,8 Prozent gestiegen.
Der Indikator der Universität Michigan misst das Kaufverhalten der Verbraucher in den USA. Er basiert auf einer telefonischen Umfrage unter etwa 500 Haushalten. Abgefragt werden die finanzielle und wirtschaftliche Lagebeurteilung sowie die entsprechenden Erwartungen.
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