Die „Degradierung“ der Klinik Mistelbach und das erst zu bauende Schwerpunktspital in Stockerau bereiten weiterhin Sorgen auch in gut informierten Kreisen. Die „Krone“ konfrontierte die Landesgesundheitsagentur (LGA) NÖ mit einigen Punkten, die man dort zum Teil ganz anders sieht.
Wieder mehren sich die Sorgen und Ängste um die Zukunft des Schwerpunkt-Spitals Mistelbach, zu einer normalen Klinik „degradiert“ zu werden und damit sieben Abteilungen zu verlieren – nun aber nicht vor, sondern erst nach 2040. Dabei wurde bei der Präsentation der Weinviertel-Pläne für den Gesundheitspakt 2040+ von der Politik gerade diese Demontage ausgeschlossen.
Dennoch wurde der Gesundheitspakt bisher vom Landtag noch nicht aufgeschnürt und für die Zukunft des Mistelbacher Hauses adaptiert. Das schürt Ängste. Andernorts heißt es, dass man entgegen dem Regionalen Strukturplan Gesundheit (RSG) für das Weinviertel 200 Betten zu viel hätte, sobald die neue Schwerpunktklinik Stockerau an den Start geht und Mistelbach so groß bleibt.
RSG gilt nur bis 2030
Die Landesgesundheitsagentur (LGA) NÖ betont, dass man nur für die operative Umsetzung des beschlossenen Gesundheitsplans zuständig sei: „Es wird mit Mistelbach und Stockerau zwei Schwerpunktkliniken im Weinviertel geben. Zudem gilt der aktuelle RSG nur bis 2030. Und bis dahin wird es in Stockerau kein neues Klinikum geben, erst in zehn bis 15 Jahren.“
Gerüchte um Bau in Stockerau
Mehrfach wurde der „Krone“ auch zugetragen, dass Hochwasserbauten für die Klinik Stockerau 100 Millionen Euro und sogar noch mehr – je nach Berechnung – kosten sollen. Auch wenn die LGA für den Bau nicht zuständig sei – man betreibe die Einrichtungen nur – verweist man auf Aussagen der Standort-Kommission, wo das Gelände HQ300 (300-jährliches Hochwasser) aufweise.
„Für normales Bauland gilt HQ100 als Grundlage“, betont die LGA, dass sich spätere Generationen nur dafür interessieren würden, ob der Standort für die Versorgung der Patienten und für das Personal langfristig der Beste ist.
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