Standort-Suche läuft

In zehn Jahren hat Weinviertel eine „Super-Klinik“

Niederösterreich
27.02.2026 05:30

Die größten Umbrüche im niederösterreichischen Spitalswesen sieht der Gesundheitsplan im Weinviertel vor. Gleich drei Kliniken werden dort geschlossen und durch ein neues Schwerpunktkrankenhaus auf der grünen Wiese ersetzt. Der Standort dieser „Super-Klinik“ soll bis zum Sommer gefunden sein.

Die Köpfe rauchen. Experten beraten derzeit, wo das im Gesundheitsplan vorgesehene neue Schwerpunktkrankenhaus Weinviertel Süd-West errichtet werden soll. Diese „Super-Klinik“ wird die Spitäler in Hollabrunn, Korneuburg und Stockerau ersetzen. Allerdings erst in frühestens zehn Jahren.

Fünf entscheidende Kriterien
Der Bauplatz soll bereits bis zum Sommer gefunden werden. Wobei die Kommission unter dem Vorsitz von Gesundheitsmanager Prof. Gottfried Haber, welche die Auswahl trifft, nach fünf Kriterien entscheidet: Versorgungswirksamkeit, Personalverfügbarkeit, Raumordnung mit Verkehrs- und Umweltplanung, betriebswirtschaftliche Effizienz sowie volkswirtschaftliche Effekte.

Doppelt so viel Personal
Die neue Klinik soll zwei Drittel der Weinviertler Bevölkerung versorgen, erläutert NÖGUS-Chef Volker Knestel. Ein Drittel verbleibt dem Krankenhaus in Mistelbach. Knapp 700 Betten werden in dem Spital zur Verfügung stehen, dazu rund 100 ambulante Plätze. Die medizinische Notwendigkeit einer solchen Top-Klinik erläutert Rainer Ernstberger, Leiter jener Häuser, die ersetzt werden sollen: „Derzeit haben wir im Weinviertel drei Spitäler ohne Hubschrauberlandeplätze und ohne Möglichkeiten, Schlaganfälle oder Herzinfarkte zu behandeln.“ Das Personal in Hollabrunn, Korneuburg und Stockerau muss sich nicht um die Jobs sorgen. 2500 Mitarbeiter wird die neue Klinik haben, 1100 mehr als die drei kleinen Spitäler.

Zitat Icon

Die netten, kleinen Krankenhäuser aus Kaisers Zeiten sind jetzt endgültig Geschichte.

Dr. Rainer Ernstberger, Krankenhausdirektor im Weinviertel

14 Bewerbungen in Auswahl 
Wichtige Kriterien für die Standortwahl sind zudem auch Erreichbarkeit und Bevölkerungsprognosen, heißt es aus der Kommission. Im Rennen sind jedenfalls 14 Bewerbungen. Die Entscheidung werde noch vor dem Sommer fallen, sind alle Beteiligten zuversichtlich.

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