Seltene Arten bedroht
Schiffbrüchiger Segler löste mit SOS Waldbrand aus
Ein Segler, der vor der Küste der Insel Santa Rosa im US-Bundesstaat Kalifornien gestrandet war, soll einen verheerenden Waldbrand ausgelöst haben. Der 67-Jährige habe laut Küstenwache versucht, mit Leuchtfackeln ein SOS-Signal abzugeben – dadurch zündete er die trockene Vegetation an.
Der Segler war am Freitag gegen die Felsen der Insel gekracht und wollte auf seine Situation aufmerksam machen. Dazu schoss er zwei Signalfackeln ab – doch damit entzündete er auch die Vegetation, was zu einem enormen Waldbrand führte.
Ein Drittel der Insel verbrannt
Der Seemann hatte SOS in den verkohlten Boden geschrieben – nach einer Nacht auf der Insel konnte er schließlich unverletzt gerettet werden. Doch das Feuer, das er verursachte, zerstörte bereits rund ein Drittel der Insel, wie „Independent“ berichtete – darunter viele Exemplarte gefährdeter Baumarten, wie die seltenste Kiefernart des Kontinents.
Die Einsatzkräfte veröffentlichten Bildaufnahmen vom Rettungseinsatz des Seglers:
Insel gilt als „Juwel an der kalifornischen Küste“
Bei dem Feuer handelt es sich laut „Los Angeles Times“ um den größten Brand, der jemals auf der Insel gewütet hatte. Große Flächen der für die Region einzigartigen, unberührten Landschaft fielen den Flammen zum Opfer.„Es ist eines unserer Juwelen an der kalifornischen Küste“, sagte Michael Cohen, Vorsitzender des Beirats des Nationalen Meeresschutzgebiets der Kanalinseln. „Es sieht aus wie vor 100 Jahren – es ist einfach unberührt.“
Darüber hinaus wurden zwei historische Gebäude sowie ein Lagergebäude zerstört, sagte er. Elf Mitarbeiter des National Park Service, der die Insel als Teil des Channel Islands National Park verwaltet, wurden am Sonntag per Hubschrauber evakuiert.
Seltene Kiefern zerstört
Das Feuer zerstörte den Hauptbestand an Torrey-Kiefern auf der Insel vollständig, wie örtliche Medien berichteten. Auf der Insel ist einer von nur zwei Orten weltweit zu finden, an denen diese Baumart natürlich vorkommt. Auch die Populationen seltener Tiere der Insel sind durch das Feuer bedroht – darunter Inselfüchse, Stinktiere und Hirschmäuse.
Schwieriger Löscheinsatz
Starker Wind erschwerte den Feuerwehrleuten den Löscheinsatz – der Einsatz von Flugzeugen war deshalb unmöglich. Die Einsatzkräfte versuchten zwar, Wasser aus der Luft abzuwerfen, aber der Wind wehte das Wasser weg, bevor es den Boden erreichte. Mit einem Boot konnten sie schließlich den Brand erreichen. „Das ist der Unterschied zur Brandbekämpfung auf dem Festland, wo wir mit Lastwagen und Ausrüstung vorfahren können“, erklärte der Brandinformationsbeauftragte Mike Theune.








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