Zwei Drittel der Befragten in Österreich unterstützen Umwelt- und Klimaschutz. Das ist eines der Ergebnisse des ersten Mensch-Umwelt-Monitors (MUM) des Umweltbundesamts. Nur acht Prozent äußern demnach eine klare Ablehnung.
Als Herausforderungen nannten die mehr als 2000 Befragten vor allem Klimawandel und Klimaschutz, gefolgt von Bodenversiegelung, Extremwetterereignissen oder der Umsetzung der Energiewende. Bei der Frage, wie man zum Umwelt- und Klimaschutz stehe, zeigten sich Unterschiede nach dem Milieu. Ablehnung kam insbesondere von „politikfernen Arbeitenden“ und „jungen Individualistinnen und Individualisten“. Zustimmung gab es unter anderem von der „etablierten Mitte“ und „progressiven (Klein-)Bürgerinnen und -bürgern“. Die Milieus wurden auf Basis sozioökonomischer Merkmale wie Einkommen, Bildungsgrad, Alter und Werteorientierungen entwickelt.
Grundsätzlich befürworten fast neun von zehn Befragten (86 Prozent) eine stärkere Förderung klimafreundlicher Produkte und Technologien. Fast ebenso viele (84 Prozent) sprechen sich für eine verbesserte Kennzeichnung klimafreundlicher Produkte aus. 83 Prozent sagten, dass es Maßnahmen bräuchte, um wirtschaftlich schwächere Bevölkerungsgruppen bei der Anpassung an den Klimawandel zu unterstützen.
Differenziert ist das Bild bei Maßnahmen, die mit zusätzlichen Kosten verbunden sind, etwa der Verteuerung bei klimaschädlichen Gütern und strengeren ökologischen Anforderungen an Produkten. In manchen Bevölkerungsgruppen sind die Menschen skeptisch und sorgen sich bei Umweltmaßnahmen vor sozialen Nachteilen.
„Umweltthemen sind Gesellschaftsthemen“
„Umwelt- und Klimaschutz genießt in der österreichischen Bevölkerung nach wie vor breiten Rückhalt“, kommentierte das UBA. „Mich freut es besonders, dass die Mehrheit der Österreicherinnen und Österreicher umweltpolitische Maßnahmen, wie etwa die Förderung klimafreundlicher Produkte und Technologien, deutlich unterstützt“, sagte Umweltminister Norbert Totschnig (ÖVP). Im Laufe dieses Jahres sollen weitere Kurzberichte folgen, etwa zu Klimawandel und Kreislaufwirtschaft. „Mit dem Mensch-Umwelt-Monitor ergänzen wir unsere Daten und Fakten über den Zustand der Umwelt um eine gesellschaftliche Perspektive. Denn Umweltthemen sind immer auch Gesellschaftsthemen“, sagte die Geschäftsführerin des Umweltbundesamtes, Hildegard Aichberger.
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