Trotz geopolitischer Spannungen zeigt sich die deutsche Wirtschaft überraschend optimistischer. Die Stimmung in den Chefetagen hat sich zuletzt aufgehellt – doch Experten warnen weiter vor Risiken. Warum sich die Lage dennoch fragil präsentiert ...
Während die Spitzen der österreichischen Wirtschaft laut der jüngsten Umfrage des Unternehmensprüfers Deloitte eher pessimistisch gestimmt sind, zeigt sich im Nachbarland Deutschland mehr Zuversicht. Trotz der anhaltenden Folgen des Konflikts im Iran bewerteten deutsche Unternehmen ihre laufenden Geschäfte etwas besser. Der Geschäftsklimaindex des Münchner Ifo-Instituts stieg minimal, aber doch um 0,5 Prozentpunkte. Erwartet worden war eine Verschlechterung des Geschäftsklimas unter den rund 9.000 befragten Führungskräften.
Der bekannteste Frühindikator für die deutsche Konjunktur. Das Ifo-Institut in München befragt dafür monatlich etwa 9.000 Unternehmen zu ihrer aktuellen Lage und ihren Erwartungen für die kommenden sechs Monate.
Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg im Mai auf 84,9 Punkte nach revidiert 84,5 Zählern im April, wie das Münchner Ifo-Institut am Freitag zu seiner Umfrage unter rund 9.000 Führungskräften mitteilte. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Rückgang auf 84,2 Punkte gerechnet.
Die deutsche Wirtschaft stabilisiert sich vorerst, die Lage bleibt aber fragil.
Clemens Fuest, Chef des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung
Die Unternehmen waren etwas zufriedener mit den laufenden Geschäften. Auch der Blick auf die kommenden Monate fiel weniger pessimistisch aus. „Die deutsche Wirtschaft stabilisiert sich vorerst, die Lage bleibt aber fragil“, erklärte Ifo-Chef Clemens Fuest.
Die Bundesbank erwartet angesichts des Iran-Konfliktes anhaltenden Teuerungsdruck in Deutschland. Zugleich dürfte das Bruttoinlandsprodukt im Frühjahr stagnieren, nachdem es in den ersten drei Monaten des Jahres noch um 0,3 Prozent gewachsen war. Die gestiegene Inflation und damit einhergehende Kaufkraftverluste drückten den privaten Konsum, so die Einschätzung der deutschen Notenbank. Die EU-Kommission traut der hiesigen Wirtschaft trotz der positiven konjunkturellen Wirkung des Fiskalpakets nur ein Wachstum von 0,6 Prozent zu.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.