Chauffeur und Limousine, fast 430.000 Euro Gage im Jahr, täglich Einladungen zu Partys mit Brötchen und Schaumwein, ein schönes Büro auf einer Anhöhe am ruhigen Rand des Wienerwalds, persönliche Sekretäre oder Assistentinnen und einige andere Accessoires als Insignien echter und vermeintlicher Wichtigkeit: Um so einen Job zu ergattern, nimmt der eine oder die andere schon einiges in Kauf. Die Rede ist, Sie werden es erraten haben, vom Chefposten im ORF.
Die Schlachten um den Thron auf dem Küniglberg sind seit jeher Schauspiele der Intrigen und der politischen Tauschhandel gewesen. Doch zu Zeiten als der ORF noch ein Instrument realer Macht war, brachten diese Kämpfe wenigstens noch Persönlichkeiten vom Format eines Gerd Bacher oder Gerhard Zeiler hervor. Zuletzt jedoch gaben sich die bestimmenden Kräfte bereits mit einem Roland Weißmann zufrieden.
Doch wie soll es besser werden, wenn Anwärter für den noch immer begehrten Medienposten einen Parcours der Demütigungen absolvieren müssen? Etwa katzbuckeln beim Weinfestl des oberösterreichischen Weltpolitikers Thomas Stelzer oder bei einem Gipfelchen des Tiroler Jahrhunderttalents Anton Mattle?
Und am Ende sind die Überlebenden der Unterwerfungsrituale auch noch auf die Gnade der von SPÖ und ÖVP in den Stiftungsrat entsandten Unterläufel angewiesen. So wird das nichts. Entweder alle Beteiligten retten ihre Restwürde und beenden diese Farce oder man gibt den ORF auf.
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