Andeutungen, Getuschel

Mediengipfel im Schatten der ORF-Generalswahl

Innenpolitik
21.05.2026 17:19

Die anstehende ORF-Generaldirektorenwahl als omnipräsentes Thema bei Mediengipfel in Tirol. Favorit Clemens Pig präsentierte in seiner Rede seine fünf Ideen für den Öffentlich-Rechtlichen. Medienmanager Markus Breitenecker deutet am Podium seine Bewerbungsabsichten an.

Der Zeitpunkt hätte kaum besser sein können, um die Sonderedition des europäischen Mediengipfels in Seefeld in Tirol über die Bühne zu bringen – auch wenn es bloßer Zufall war. Die hochkarätigsten Journalisten und Medienmanager des Landes versammelten sich im Kongresszentrum des kleinen Bergortes. Hände wurden geschüttelt, man hat sich ausgetauscht, es wurde miteinander getuschelt – ein omnipräsentes Thema dabei war, wenig überraschend, die anstehende Generaldirektorenwahl des ORF. Nicht zuletzt, weil gleich mehrere mögliche Kandidaten – teils sogar auf der Bühne –  aufeinandertrafen und ihre Absichten durchblicken ließen.

Erneutes Aufeinandertreffen der möglichen zukünftigen ORF-Generaldirektoren
Erneutes Aufeinandertreffen der möglichen zukünftigen ORF-Generaldirektoren(Bild: Christof Birbaumer)
Am Podium wurden Thurnher und Breitenecker nach ihren Bewerbungsabsichten befragt
Am Podium wurden Thurnher und Breitenecker nach ihren Bewerbungsabsichten befragt(Bild: Christof Birbaumer)

Clemens Pig, der als Favorit im Rennen um den mächtigen Posten gilt, ließ in seiner Eröffnungsrede mit einem Fünf-Punkte-Plan für den ORF aufhorchen. Der APA-CEO skizzierte die Gemeinsamkeiten, aber auch die Unterschiede der beiden Medienkonstrukte. Kurz danach diskutierten Medienmanager Markus Breitenecker und ORF-Interimschefin Ingrid Thurnher am Podium über den österreichischen Medienstandort. Und beide mussten sich der Frage stellen, ob sie sich schon entschieden hätten, ob sie sich bewerben oder nicht.

Dass sie eine Entscheidung getroffen haben, bejahten zwar beide. Wie diese aussieht, deutete aber nur Breitenecker an: „Ich schließe es nicht mehr aus und denke intensiv darüber nach.“ Dass der ehemalige Geschäftsführer der Sendergruppe ProSieben/Sat1/Puls 4-Österreich Interesse an einer Bewerbung haben soll, wird ja schon lange gemunkelt. Thurnher hielt sich hingegen bedeckt.

Jedenfalls überschattete die ORF-Wahl beinahe den Mediengipfel, hinter vorgehaltener Hand wird spekuliert, wer sich schlussendlich wohl durchsetzen wird können. In diesem Zusammenhang zog auch ORF-Stiftungsratsvorsitzender Gregor Schütze die Blicke auf sich, der ebenfalls als Gast an dem Event teilnahm.

Landeshauptleute stellen sich hinter Medien
Tirols ÖVP-Landeshauptmann Anton Mattle kündigte unterdessen an, die Stärkung des heimischen Medienstandortes zum Thema in der Landeshauptleutekonferenz zu machen. Dazu hat er einen Antrag vorbereitet, in dem die Landeshauptleute die Bundesregierung, aber „im Besonderen den Medienminister“ auffordern, „rasch Maßnahmen zur Stärkung der regionalen Medienangebote“ zu setzen. Denn nur mit einem starken heimischen Medienmarkt würde auch unsere liberale Demokratie gestärkt bleiben: „Nur mit Journalisten kommen wir der Wahrheit am nächsten“, stimmt Mattle eine Lobeshymne auf die Medien an und präsentierte auch seine Vorstellungen für eine angemessene Unterstützung.

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