Das insolvente Möbelhaus Interio soll weitergeführt werden, muss dafür jedoch einige Filialen schließen, teilten die Gläubigerschützer Creditreform und AKV am Donnerstag mit. Die Filialen in Wien-Mariahilf und in Linz sollen mit Anfang Juli 2026 aufgelassen werden, 10 Beschäftigte verlieren dadurch ihren Job.
Für die Filiale in Graz sei ein Räumungsverfahren anhängig. Das Zentrallager in Traiskirchen soll „strukturell angepasst“ werden, um Kosten einzusparen, so der AKV. Das Unternehmen arbeitet derzeit zwar kostendeckend, die Rahmenbedingungen seien jedoch herausfordernd, schreibt der AKV weiter.
Weitere Maßnahmen geplant
Die Umsätze liegen unter den Erwartungen. Neben der operativen Sanierung würden weitere Maßnahmen zur Verbesserung der wirtschaftlichen Situation geprüft, beispielsweise die Geltendmachung von Anfechtungsansprüchen. Zudem sollen Forderungen und Zahlungsströme innerhalb der Gruppe analysiert werden.
Abstimmung über den Sanierungsplan am 11. Juni
Der Sanierungsplan sehe derzeit eine Quote von 20 Prozent vor – zahlbar binnen zwei Jahren ab Annahme des Plans. Ob der Plan auch erfüllbar sei, hänge jedoch von der Umsetzung der geplanten Restrukturierung und vom weiteren Verlauf des noch laufenden Geschäftsbetriebs ab. Die Abstimmung über den Sanierungsplan findet am 11. Juni am Landesgericht Wiener Neustadt statt.
Bei der heutigen Tagsatzung wurden von den Gesamtforderungen in Höhe von 6,17 Mio. Euro laut AKV und Creditreform 3,43 Mio. Euro anerkannt. 158 Gläubiger hätten Forderungen angemeldet. Die übrigen Forderungen (2,74 Mio. Euro) würden bestritten.
Bereits zweite Insolvenz des Unternehmens
Zum Zeitpunkt der Insolvenzeröffnung beschäftigte Interio - offiziell firmiert das Unternehmen unter dem Namen „Magazin 07 Möbel und Einrichtungen Vertriebsgesellschaft m.b.H.“ – 37 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Es handelt sich nicht um die erste Insolvenz des Unternehmens mit Sitz in Vösendorf. Bereits 2024 meldete Interio Insolvenz an.
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