ÖFB-Kader steht fest

Söndergaard vertraut in WM-Qualifikation auf Billa

Frauenfußball
21.05.2026 15:02
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Bei der ersten Kaderbekanntgabe von Lars Söndergaard als Teamchef des Frauen-Fußball-Nationalteams sind große Überraschungen ausgeblieben. Der 67-jährige Däne setzt größtenteils auf jene Spielerinnen, die zuletzt im Heim-Rückspiel gegen Deutschland in der WM-Qualifikation in der letzten Partie unter Alexander Schriebl ein 0:0 geholt hatten. Eine neue Chance erhält Stuttgart-Stürmerin Nicole Billa, die bei Söndergaard dem Vernehmen nach ein hohes Standing genießt.

Die 30-jährige Tirolerin war mit 19 Saisontoren maßgeblich daran beteiligt, dass dem VfB der Aufstieg in die deutsche Bundesliga gelang. In der Liga-Schützenliste war sie die Nummer zwei. „Sie hat viele Spiele über 90 Minuten gehabt und hat auch die nötige Routine. Sie ist sehr torgefährlich, weiß, wo das Tor steht, das kann entscheidend sein in den kommenden Spielen“, erläuterte Söndergaard. Deshalb sei es für ihn von Anfang an klar gewesen, Billa zu nominieren. Die war lange Jahre Österreichs Topstürmerin, spielte in der jüngeren Vergangenheit aber nur eine untergeordnete oder gar keine Rolle. Ihre Bilanz kann sich jedenfalls sehen lassen, in 107 Länderspielen traf sie 47 Mal.

ÖFB-Frauen beziehen in Eisenstadt Quartier
Nicht berücksichtigt wurde dafür Freiburgs Lisa Kolb, im Mittelfeld bekam Hamburgs Sophie Hillebrand gegenüber Bayern-München-II-Akteurin Maria Plattner den Vorzug. Die wieder fitte Katharina Naschenweng gehört dem 24-köpfigen Aufgebot erwartungsgemäß wieder an. Dieses trifft sich am 1. Juni im Hotel Galanta in der Nähe des Schloss Esterhazy in Eisenstadt und übersiedelt am Tag vor dem am 5. Juni (18.00 Uhr) stattfindenden Spiel am Sport-Club-Platz gegen Slowenien auf den ÖFB-Campus, der aufgrund der Vorbereitung der ÖFB-Männer auf die WM nicht früher genutzt wird.

(Bild: Kronen Zeitung)

Schon zuvor treffen sich zwischen 26. und 29. Mai 16 ÖFB-Akteurinnen in Eisenstadt zu einem „Pre-Camp“. Dabei sind mit Valentina Mädl und Viktoria Pinther auch zwei Spielerinnen, die auf Abruf aufscheinen und zudem auch Lilli Purtscheller. Die kommende Saison für Werder Bremen tätige Offensivspielerin wird in den Duellen mit Slowenien und Norwegen (9. Juni in Oslo) nach ihrem überstandenen Kreuzbandriss bewusst nicht eingesetzt. „Wir gehen da kein Risiko ein. Es geht darum, dass sie wieder ein bisschen integriert wird in das Ganze, man kann es als kleines Geschenk für sie sehen“, erläuterte Söndergaard.

Zadrazil als „Zusatzperson“ dabei
Im Hauptlehrgang als „Zusatzperson“ dabei sein wird Sarah Zadrazil, zumal sie auch dem Mannschaftsrat angehöre. Die Bayern-Legionärin kämpft sich ebenfalls nach einem Kreuzbandriss zurück und will in der kommenden Saison wieder voll durchstarten. Torfrau Manuela Zinsberger absolviert bereits wieder „ein bisschen Torfrauentraining“, Marie-Therese Höbinger sei auch im Training, aber noch nicht so weit, um für Spiele infrage zu kommen. „Sie alle können Thema für das Oktoberfenster sein“, betonte Söndergaard.

Sarah Zadrazil
Sarah Zadrazil(Bild: GEPA)

In den vergangenen Wochen führte er viele Gespräche und machte sich via TV oder Streaming ein Bild von seinen Spielerinnen, ehe er den „aus jetziger Sicht besten Kader, den man aufstellen kann“, nominierte. „Ich habe einen ersten Eindruck bekommen, jetzt freue ich mich auf ein erstes richtiges Kennenlernen“, sagte der Däne. Zu Beginn wolle er ihnen auch „Kleinigkeiten im taktischen Bereich“ vermitteln, Details wollte er auf Nachfrage keine preisgeben. „Wir können nach den Spielen dann darüber reden, ob es gelungen ist“, meinte Söndergaard, der auch darauf hoffte, die Gegner überraschen zu können.

Lars Söndergaard
Lars Söndergaard(Bild: APA/GEORG HOCHMUTH)

Trainerteam noch nicht fixiert
Noch nicht geklärt sind Fragen bezüglich der Zusammenstellung seines zukünftigen Trainerteams. „Es ist noch nichts fix, wir arbeiten weiter an diesem Thema, ich hatte gehofft, dass es schneller geht.“ Noch Luft nach oben gibt es beim Kartenverkauf. Erst 1.600 der 4.600 möglichen Tickets für das Slowenien-Spiel wurden verkauft. Für dieses legt Söndergaard seinem Team keinen hohen Druck auf. „Wir müssen nichts, die Spielerinnen sollen mit Freude ins Spiel gehen. Selbstverständlich hoffe ich aber darauf, dass es für einen Sieg reicht und wir in einem wichtigen Spiel einen guten Anfang haben.“

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