Im burgenländischen Kurort Bad Sauerbrunn gibt es eine Kampfsportschule, wo schon Kleinkinder Selbstverteidigung lernen können. Die intensive Nachwuchsarbeit zahlt sich aus – wie der jüngste Medaillenregen beweist.
Vor kurzem verwandelte sich die Bundeshauptstadt in das Zentrum der österreichischen Jiu-Jitsu-Szene. Beim „Vienna Open Chanpionship 2026“ gingen mehr als 650 Athleten aus 44 Nationen an den Start, darunter 35 Kämpfer des „Hajime Teams“. Besonders erfolgreich verlief das Turnier für Marie Wurzl (13) aus Bad Sauerbrunn und Kayla Schweinzer (12) aus Wimpassing an der Leitha. Wurzl wurde ihrer Favoritenrolle gerecht und sicherte sich mit technisch starken und konzentrierten Kämpfen gleich zweimal die Goldmedaille – sowohl im „Fighting System“ als auch im „Brazilian Jiu Jitsu“. Auch Schweinzer überzeugte mit Top-Leistungen und durfte sich über Silber freuen. Damit zählt sie zu den Titelanwärterinnen in der Szene.
Einzigartig in Österreich
Dass es die beiden kampfsportbegeisterten Burgenländerinnen soweit brachten, verdanken sie ihrem Trainer Wolfgang Scheifinger (55). Er war einst selbst zweifacher Europameister im Jiu Jitsu. Um sein jahrzehntelanges Wissen an die nächsten Generationen weiterzugeben, gründete er 1995 sein erstes Dojo. Seit vier Jahren leitet er in der Kurgemeinde Bad Sauerbrunn eine Jiu Jitsu-Schule. Hier können schon Kinder ab dem dritten Lebensjahr trainieren.
Selbstverteidigung mit Persönlichkeitsbildung
„Dieses Angebot ist einzigartig in Österreich“, sagt Scheifinger und erklärt gleich die anspruchsvolle Sportart, die, aus dem Japanischen übersetzt, „sanfte Kunst“ bedeutet. „Jiu Jitsu ist ein Mix aus Judo und Karate. Bei der waffenlosen Selbstverteidigung, bei der die Kraft des Angreifers gegen ihn genutzt wird, werden Geist und Körperbewusstsein gestärkt. Die Schüler lernen aber nicht nur Schlag-, Wurf- und Bodentechniken, sondern auch Respekt, Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und einen wertschätzenden Umgang. Das Motto unseres Vereins lautet: Sei ein guter Mensch!“
Auch Spätberufene sind willkommen
Um das zu werden, ist man bekanntlich nie zu alt. Das beweist auch der älteste Jiu Jitsu-Schüler, Franz Silhanek. Der 78-jährige Pensionist steht viermal pro Woche auf der Matte.
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