Das Ambiente fürs Ja-Wort sollte exotisch anmuten, aber die Einladungslisten werden kürzer. Nicht zuletzt hat beides mit der Höhe des Budgets zu tun.
Der Frühling ist nach wie vor Hochsaison für Hochzeiten. Speziell im Süden des Burgenlandes gibt es einige Traumplatzerln mit Aussicht und Ambiente. Hochzeitsdienstleister bieten dort ihre Services im Verein „Heiraten im Paradies“. Obfrau Sandra Müllner plant Veränderungen: „Wir vermarkten uns jetzt für den DACH-Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz, Ungarn) hin zu ,Destination Wedding Locations‘“. Das heißt, Veranstaltungsplätze präsentieren sich so, dass der Hochzeitsgesellschaft das Gefühl vermittelt wird, etwa in der Toscana zu feiern.
Besonderes Erlebnis im Ausland
Müllner: „Viele Hochzeitspaare reisen mit der Gesellschaft ins Ausland, um ein unvergessliches Erlebnis zu haben.“ Das gibt es aber eben auch im Burgenland, wie die Betreiberin der „Träumerei“ in Maria Bild, Barbara Ebner, ausführt: „Wir haben heuer den Garten umgebaut. Mit mediterranem Flair, Trockensteinmauern wie auf Mallorca und einem kleinen Pool im marokkanischen Stil, wo es kühl ist und die Gesellschaft sich zwanglos rundherum unterhalten kann.“
Der Gedanke hinter den Umbauten folgt den aktuellen Entwicklungen, so Ebner: „Manche Hochzeitspaare fliegen aus Kostengründen zu sechst nach Mauritius oder Mallorca. Bei mir können sie aber auch günstig mit 60 Leuten im südlichen Flair feiern.“ Anna Malinovic vom „Hannersberg“ in Hannersdorf merkt eine zeitliche Veränderung: „Der Mai ist gut gebucht, aber Hochzeitstermine haben sich ein wenig in den Herbst verlagert, weil der Frühling vom Wetter her weniger stabil ist. Im Oktober ist das Wetter oft besser.“ Generell würden Hochzeitsgesellschaften kleiner, meint sie.
Auch Gilbert Lang, Manager auf der für Hochzeiten beliebten Burg Güssing, bestätigt: „Früher lud man 120 bis 130 Leute ein, heute eher nur mehr um die 50 bis 60. Das hat sicher auch mit der allgemeinen Teuerung zu tun.“ Mark Peischl vom „Kastell“ in Stegersbach erzählt von unterschiedlichen Hochzeitsgrößen: „Wir haben kleinere aber durchaus auch noch welche mit 140 Leuten. Wir sind gut gebucht, nächstes Jahr haben wir nur mehr zwei Samstagstermine frei.“ Die nächsten gibt es wieder 2028.
Planung muss langfristig sein
Erst seit vorigem Jahr gibt es das „Chamäleon am Eisenberg“ in Deutsch-Schützen. Betreiber Paul Ochsenhofer: „Wir haben etwa 40 Hochzeiten. Der Frühling ist gut gebucht, wir sind aber auch im August und September voll. Im Juli gäbe es noch freie Termine“, da ist es aber oft zu heiß zum Heiraten im Freien. Grundsätzlich werden Hochzeiten zwischen einem und zwei Jahre im Voraus gebucht. Auf Burg Schlaining etwa muss man 18 Monate davor anfragen, wenn man einen bestimmten Termin anpeilt. Wer flexibel ist, bekommt einen innerhalb von 9 bis 12 Monaten.
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