In der Filialkirche Andersdorf in Kärnten wird dem historischen Altar aufwendig neues Leben eingehaucht. Ein vierköpfiges Restaurationsteam war mit der „Krone“ vor Ort.
Klopf-, Schleif- und Sägegeräusche hallen derzeit durch die Filialkirche im kleinen Andersdorf in der Gemeinde St. Georgen im Lavanttal. Was sonst ein Ort der Ruhe ist, gleicht aktuell einer Werkstatt. In der Kirche, die nur vereinzelt für Messen genutzt wird, wird momentan intensiv gearbeitet.
Abdeckplanen, Pinsel und Werkzeuge bestimmen das Bild im Altarraum. Pfarrgemeinderat Albert Wutscher: „Ein vierköpfiges Team aus der Steiermark saniert den historischen Altar samt Tabernakel und Figuren, auch die wurmbefallene Kanzel wird restauriert.“ Gearbeitet wird auf einem Gerüst, um alle Bereiche zu erreichen.
„Besonders beim Untergrund des Altars war der Schaden deutlich“, erklärt Sanierer Valentin Schaunigg. „Holzwürmer haben sich in mehrere Teile hineingefressen, begünstigt durch Feuchtigkeit und das alte Material.“ Einzelne Elemente mussten bereits ausgebaut werden.
Die Arbeiten sind aufwendig – auch finanziell. „Die Restauration kostet aufgrund des Denkmalschutzes eine Menge Geld“, so Albert Wutscher, der seit beinahe 50 Jahren im Pfarrgemeinderat tätig ist.
Bereits 2025 mussten umfassende Sanierungen im Gotteshaus durchgeführt werden: Bänke wurden entfernt, der Boden wurde isoliert, die Wände wurden neu ausgemalt, Fresken wurden restauriert.
„Finanziert wird das Projekt über mehrere Quellen, darunter Land Kärnten, Stift St. Paul, Diözese Gurk und Bundesdenkmalamt sowie Eigenmittel und Sponsoren“, erklärt Wutscher.
Im August soll das Projekt abgeschlossen sein: Läuft alles nach Plan, wird der sanierte Hochaltar bei einer Segnung am 23. August präsentiert. Die Pfarrgemeinde freue sich schon darauf.
Hinter den Arbeiten steckt viel Liebe zum Detail. Jedes Werk ist einzigartig. Das macht die Arbeiten jedes Mal aufs Neue herausfordernd.
Valentin Schaunigg, Meister im Vergolden und Staffieren
Erst im Jahr 2025 wurden die Bänke wegen der Würmer herausgenommen, der Boden gegen Feuchtigkeit isoliert und die Wände neu ausgemalt. Dabei wurden auch die Fresken restauriert.
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