Drogenkrieg

Yoda-Clan Chef in Marseille auf der Anklagebank

Ausland
18.05.2026 19:16
Porträt von krone.at
Von krone.at

In Marseille hat ein viel beachteter Prozess gegen mutmaßliche Mitglieder eines der größten Drogennetzwerke Frankreichs begonnen. Im Mittelpunkt steht der verdächtige Anführer des sogenannten Yoda-Clans, der zusammen mit weiteren Angeklagten vor Gericht steht.

Am Montag startete in Marseille im Süden Frankreichs der Prozess gegen einen der mutmaßlich bedeutendsten Drogenbosse Frankreichs und dies unter außerordentlichen Sicherheitsvorkehrungen. Vor Gericht stehen der offenbar klare Anführer des sogenannten Yoda-Clans, Félix Bingui, bekannt unter dem Spitznamen „die Katze“, sowie 19 Mitangeklagte. Ihnen wird vorgeworfen, in den gewaltsamen Machtkampf mit der DZ Mafia um die Kontrolle des Drogenhandels in der Hafenstadt verwickelt gewesen zu sein.

Bis zu 20 Jahre Haft
Die Staatsanwaltschaft wirft den Beschuldigten Drogenhandel, Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung und Geldwäsche vor. Im Falle einer Verurteilung drohen ihnen Haftstrafen von bis zu 20 Jahren. „Dieses Netzwerk, das als Yoda-Clan bekannt ist und als äußerst gut strukturiert und organisiert gilt, hat sich insbesondere im Revierkampf mit dem konkurrierenden Netzwerk der DZ Mafia einen Namen gemacht“, erklärte die Staatsanwaltschaft. Félix Bingui, den die Ermittler eindeutig als Kopf des Clans identifizieren, soll zwischen Frankreich, Marokko und Dubai operiert haben. Er wurde in Marokko festgenommen und 2025 an Frankreich ausgeliefert.

Félix Bingui wird der Handel mit Drogen, Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung und ...
Félix Bingui wird der Handel mit Drogen, Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung und Geldwäsche vorgeworfen.(Bild: AFP/HANDOUT)

Der 36-jährige Franko-Kameruner wartete in einem eigens für besonders gefährliche Drogenkriminelle geschaffenen Hochsicherheitsgefängnis auf seinen Prozess. Zum Auftakt erschien er mit kahl rasiertem Kopf und schwarzem Sweatshirt im Gerichtssaal und verfolgte das Verfahren aufmerksam, wie die Zeitung Charente Libre berichtete. Die gegen ihn erhobenen Vorwürfe weist „die Katze“ zurück.

Seit Jahren kommt es in Marseille immer wieder zu brutalen Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Drogenbanden. Dabei sterben regelmäßig Menschen bei gewaltsamen Auseinandersetzungen. Allein im Jahr 2023 wurden 49 Menschen getötet und 118 weitere verletzt, darunter auch 18 Minderjährige.

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